Krank und Autonom
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Warum haben Sie eigentlich Angst – Angst vor dem Sterben?

Guten Tag liebe Leute,

ich fühle mich gerade ziemlich kräftig und dachte,
dass ich deshalb ab und zu mehr berichten sollte, auch wenn ich ehrlich gesagt keinen Druck will.
Schreiben nur, wenn es sein muß, wenn es sich ergibt.

Über Dinge berichten, die ich gefunden habe,
die mir im Forum oder auch im Leben begegnet sind.
Und da tauchen immerwieder dieselben Fragen auf…, z.b.:

Wer hat ihnen eigentlich gesagt, dass Sie bald sterben?

Wie bitte ? – Sie leben immer noch gerne?
Antworten Sie sich doch mal selber…. Wer hat eigentlich gesagt, dass Sie ab jetzt nicht mehr zu gebrauchen sind?

Kennen Sie das „Prinzip Parkuhr“?

Wann veröffentlichen Sie Ihre eigene Krankenakte?
Wann haben Sie etwas ausprobiert und wann hat man an Ihnen was ausprobiert?
Wann hatten sie das Gefühl, dass Sie ein Mittel gefunden haben, dass Ihnen wirklich geholfen hat?

Was wäre, wenn Sie morgen wieder ohne Krebs oder ALS oder MS wären?

Welche Alternativmethoden haben Ihnen wirklich was gebracht. Also wenn sie mal ehrlich sind und den ganzen Esokram weglassen…?
Wer sagt eigentlich, dass Chemo nichts bringt?

Was war schlimmer für Sie?
Das Kotzen während der Chemo oder der Druck, den Ihre Verwandten, Bekannten und Freunde auf Sie ausgeübt haben – so nach dem Motto: “Du, ich drück dir die Daumen! Toi, toi, toi…” ja, sind wir denn hier beim Pferderennen?
Was war schlimmer an der Chemo: Das Kotzen oder dieser Vertrauensbruch zwischen Ihrem Körper und Ihrer Seele?
Das Kotzen und die Kraftlosigkeit oder doch die Angst, dass Ihre Seele daran zerbricht, dass Ihre gesunden Zellen ihnen später einen Vorwurf machen werden?

Wenn man in einigen Jahren die Schulmediziner vor Gericht stellen wird, weil sie in ihrer Verzweiflung mit Chemotherapie gearbeitet haben, dann sollte man auch die vielen Schwafeltypen anklagen, die einem verzweifelten Patienten mit Tumorverträgen, Ausräuchern der Wohnung und heilenden Goldkügelchen weiterhelfen wollen.

Lassen Sie sich nicht verarschen!

Nicht von eiskalten Schulmedizinern, die am Ende sowieso nicht Schuld waren, und “nur ihr Leben retten mussten, weil sie doch diesen Schwur abgelegt haben.” Und genauso wenig von durchgeknallten Alternativtypen, die ihnen Ihre eigene Urteilsfähigkeit absprechen, weil sie plötzlich nicht mehr aggressiv sein dürfen, kein Fleisch mehr essen, nur noch Kohlsuppe trinken sollen, also Ihnen noch mehr Abhängigkeiten aufhalsen – Abhängigkeiten, die Sie schon jetzt nicht mehr aushalten können!

Unter dieser Prämisse werde ich hier ab und zu meine kleinen Gedanken verfassen oder werde dem ein oder anderen auch mal gerne sagen, dass er mir den Buckel runterrutschen kann.
Ein Monopol auf ungestörtes Leben hat niemals existiert! Wer das behauptet, der gehört gewaltig belästigt und gestört! Und auch das möchte ich hier anregen!
Wir fühlen uns gestört, weil wir nach unseren Diagnosen nun viel genauer wissen, wie schnell wir sterben können.
Aber müssen wir deshalb gleich klein beigeben?
Ich denke nicht!
Bloß weil wir mehr wissen als andere, bloß weil wir es viel klarer vor Augen haben, dürfen wir uns auf keinen Fall davon unser Leben mies machen lassen. Im Gegenteil, vielleicht sind wir einfach konkreter, vielleicht ist das nun ein einfach ein Teil von uns, diese Art der Wahrnehmung, vorausgesetzt wir machen anderen, die wirklich mal Spaß am Leben haben, nicht ständig ihre Stimmung kaputt.

Also denn… mal sehen wie ich hier klarkomme.
Vielleicht schreibe ich auch nur wenig.
Vielleicht schreiben Sie dann umso mehr!
Das würde mich freuen!

Wie wackelig die Sache läuft sehen wir doch gerade daran, dass es heute viel zu heiß ist.
Und vor vier Wochen war es noch viel zu kalt.
Believe it or not!

Glauben Sie doch wem Sie wollen oder lassen Sie es sein.
Aber entscheiden Sie das gefälligst ab sofort mal selber!

Herzliche Grüße
Christoph Schlingensief

 

89 Kommentare zu “Warum haben Sie eigentlich Angst – Angst vor dem Sterben?”

  1. Karl Kleiber
    21. August 2009 um 09:44

    Hallo Doc,
    was für ne schöne Seite, das ist doch mal eine kreative Idee. Hab zwar nicht ganz verstanden, wie ich meinen eigenen Dialog (mit mir selber?) erstellen soll, aber das ist wohl gerade der Reiz an der Sache! Hoffentlich entdecken viele (erkrankte) Leute diese Seite und das darin enthaltene Potential!
    Viele Grüße von Kleiber

  2. Anne
    21. August 2009 um 09:50

    Lieber Christoph,

    Angst vor dem Sterben hatte ich nie, aber ich sage Dir, ich würde so gerne pdurch Hamburg rasen, wie ich es immer getan habe und ich würde mich auch supergerne auf Kampnagel einfinden, auch in Wien wäre ich gerne gewesen, so bleiben mir dann Deine Arbeiten im Netz und ich lasse sie mir guttun! Natürlich käme ich dann auch noch zu meinen Eltern in Frankfurt, zu Seminaren…so bleiben mir immerhin nochdas Telefon und Bücher…
    ja so verändert sich das Leben und auch wenn mir das nicht wirklich paßt, es ist immerhin was!?t mehr tun
    Ich lebe einfach gerne, auch wenn ich vieles von dem, was ich möchte nicht mehr tun kann.
    Gestern war es auch vielen Gesunden zu heiß – so what!?

    gut gelaunt
    Anne

    P.S. ottensen.de ist eine gültige, nur nicht sehr bekannte Emailadresse!

  3. Karin
    21. August 2009 um 09:59

    Hallo Herr Schlingensief,

    ja, auch ich lasse mir von niemandem vorschreiben, wie würdelos und auf welch erbärmliche Weise ich zu verrecken habe. Nein, auch ich möchte mich nicht zum Schweigen verdammen lassen oder aus Kraftlosigkeit und Angst verstummen. Auch nicht aus Angst vor dem Tod.
    Ich bin noch da, wie reduziert und unsichtbar und machtlos auch immer – ich bin noch da!

    Herzliche Grüße, Karin

    P.S. Würde gern etwas über das “Prinzip Parkuhr” erfahren…hab noch nichts davon gehört.Danke
    (auch magic.ms ist eine seriöse Adresse)

  4. Anne
    21. August 2009 um 15:15

    Hi Karin, hi Christoph,

    Das PrinzipParkuhr (der Schmerz darf sich eine bestimmte Zeit) ausagieren und gibt dann Ruhe, finde ich ja klasse, aber mein Schmerz ich auf keine Begrenzung mit mir zeinlassen; bisher finde ich kein mir mögliches Arrangement. Hat einer von Euch eine Idee?

    Mir half am besten Akkupunktur gegen die Schmerzen, Esotherisches, auch Golldkugeln, kamen bei Jan nicht vor. Ermacht seit den 70igern Akkupunktur (also nix mit Wochenendschnellkurs). Jetzt zahplt mir aber die Krankenkasse gerad mal nix dergleichen…

    trotzdem bester Laune
    mit Gluboli
    Anne

  5. hasenfuss
    21. August 2009 um 20:09

    akupunktur und eine ganz besonders nette ärztin, die die nadeln setzte, das half und hilft mir.

    und die – zugegebenweise etwas makbre tv-serie – six feet under – und die kunst –

    ich wünsche euch allen viele glückliche momente, die möglichst lange dauern.

    vor dem sterben und dem abschied nehmen hab ich angst, es macht mich traurig. die welt ist doch schön, auch wenn sie schöner sein könnte.

    kennt jemand die schriftstellrin anita pichler? sie schrieb “abschied gibt es und die ganze welt. und immer wieder abschied davon!”

    alles liebe
    hasenfuss

  6. Birgit O.
    22. August 2009 um 13:38

    Ich habe herzlichst über den Beitrag geschmunzelt. Christoph Schlingensief findet einfach die Worte, die mir noch fehlen. Und er redet nichts schön und nennt es beim Namen.

    Ich möchte hier nur gerne ein meiner Meinung nach lustiges Erlebnis zur Angst vorm Sterben beitragen.

    Als ich zu meiner 2. Chemo lief, ich habe die bis zur 4. ambulant gemacht, musste ich auch Ampeln überqueren. Die Ampel war grün, nur kam ein sehr junger Mensch in einem Cabrio mit roten Nummernschildern gefahren, nebendran der Papa oder so, und hinten noch ein junger Mensch, dem man jetzt mal die PS Zahl demonstrieren wollte. Ja, ich hatte grün, und er gab Gas, und es hat mich glücklicherweise nicht erwischt. Ich bin jetzt auch noch vorsichtiger als sonsts.

    Dieses Erlebnis zauberte mir nach dem ersten Schrecken ein Grinsen auf mein Gesicht, und ich dachte bei mir, mensch Birgit, werde vorsichtiger. Jetzt machst Du diese Kack-Chemo, dann anschl. kommen noch die Strahlen, und da wäre es ja wirklich fatal überfahren zu werden.

    Resümee: Letzendlich kann es jeden zu jeder Tages- und Nachtzeit erwischen. Keiner weiß wann. Lebe weitgehenst selbstbestimmt und verantwortungsvoll, und verbittere nicht und nutze jeden Tag für Dich.

    In diesem Sinne und mit den besten Wünschen für jeden, Birgit O.

  7. ute ruth bukowski
    22. August 2009 um 17:18

    gute idee,diese seite,doktor schlingensief!!
    es wurde schon beinah etwas langweilig bei
    geschockte patienten…
    gruss utebukowski

  8. Carlos
    22. August 2009 um 20:02

    Holá Christopherus,

    como estas? Ich hoffe, es geht dir bueno, mucho!

    Um auf deine Frage zu antworten:

    niemand hat mir gesagt, ich werde bald sterben, nadie, aber ich weiß seit einiger Zeit, dass das der pacto – oder Vertrag – ist, der irgendwo vor meiner Geburt mit mir abgeschlossen wurde: du kannst leben, aber du wirst auch sterben! Und ich sagte trotzdem si, JA, maldita sea!

    Und amigo, ist das nicht wunderbar? Dass wir uns nun hier treffen können? Fantastico…

    Aber bitte, Christoph, du schreibst auch, du willst hier eventuell nicht viel schreiben, por favor, amigo, tu uns das nicht an, bitte!

    Wir möchten schon gern was von dir hören und lesen und sehen, claro que si! Verstehst du…
    sonst wird es womöglich wirklich noch langweilig, wie Uta chica schon sagte. Schade, dass hier keine Fotos der Schreibenden zu sehen sind, vielleichtkann man das einrichten?

    Hasta luego, bis bald, mi corazon sonriso,

    dein Carlos

  9. Karin
    22. August 2009 um 21:21

    Liebe Anne,

    danke für die Info über Parkuhr, nein, das funktioniert bei mir auch nicht, bei starken Schmerzen brauch ich Schmerzmittel oder auch Globuli.
    Und, nochmal zum Thema “Angst vorm Sterben”. Manchmal habe ich mir gewünscht, zu sterben, damit die Qual ein Ende hat, – ich weiß das ist undankbar und blasphemisch, aber ich will einfach manchmal nicht mehr so weiterleben. Die Betonung auf : SO weiterleben.
    Damit mein Leben lebenswert wird, muss ich es selber lebenswert machen…
    Vielleicht habe ich inzwischen schon Angst vor dem Leben selber, Angst davor, dass ich ZU glücklich sein könnte, dass ich das gar nicht aushalte, denn Leid, Krankheit und Unzufriedenheit können zu einer schlechten Gewohnheit werden, zu einem Laster, das man nicht mehr aufgeben kann.
    Jemand hat mir mal gesagt:

    ” Wenn du dein Leben wirklich gelebt hast, und so viel wie möglich Freude und Abenteuer da herausgeholt und erlebt hast, dann,
    hast du keine Angst vor dem Sterben.
    Du wirst ganz selbstverständlich hinübergleiten in diesen neuen Zustand.
    Angst wirst du nur haben, wenn du glaubst, Dinge vesäumt zu haben, wenn du dich mit Schuldgefühlen und ungelösten Bindungen herumschlägst.
    Leb dein Leben, dann wird der Tod nur ein weiteres Ereignis sein.”

    Leichter gesagt, als getan, finde ich.
    Alles Gute für euch, viele Grüße, Karin

  10. Ernst
    23. August 2009 um 07:45

    Verehrte LeserInnen,

    hier kann man jetzt endlich seine Meinung schreiben und hoffen, dass man einigermaßen verstanden wird. Bravo.

    Aber wer soll das alles lesen?

  11. Freddy
    23. August 2009 um 08:38

    Na, Ernst, ich zum Beispiel -

    Als erstes sollte mal mit dem Vorurteil aufgeräumt werden, Gevatter Tod sei ein düsterer gesichtsloser Sensenmann in schwarzer Kutte.
    Alles Quatsch!
    Ladet ihn mal ein, man kann ihn ganz direkt ansprechen, er hat überhaupt keine Star-Allüren…
    Bei mir war er zu Besuch, und es war eine Riesen-Überraschung. Ich konnte ihm nichts vormachen, er lässt sich durch Worte, Ablenkungsmanöver oder Erklärungsversuche nicht täuschen – er weiß genau, was mit dir los ist. Alles.
    Er hat mich völlig unbeeindruckt meine Seelenpein ausheulen und ausrotzen lassen, mich dann mit klarem Blick angeschaut und gesagt:
    Bring das in Ordnung.
    Alles Winseln und Jammern hat nichts genützt, er ist unbestechlich. Aber sehr respekteinflößend!
    Ein großer Mann, ein ehrlicher Mann, ein Mann wie eiskaltes Gebirgswasser.

    LG Freddy

  12. Ernst
    23. August 2009 um 11:35

    Was haben Sie denn heute gefrühstückt, Freddy?

    Oder sind das Nebenwirkungen Ihrer Medikamente?

    Es mangelt Ihnen gehörig an Respekt und der nötigen Ernsthaftigkeit, mit der man Leidenden und Schwerkranken begegnen sollte, wie mir scheint.

    Mitgefühl und Mitleid sind keine Schimpfwörter!

    Angst lässt sich nicht so einfach wegkitzeln oder weglachen, das sollten Sie eigentlich besser wissen! Trotzdem schönen Sonntag, Gruß E.

  13. Anne
    23. August 2009 um 11:55

    Ach wiißt Ihr,

    Mein ganzes (47 Jahre altes ) Leben noch nie gelangweilt und ich habe nicht vor, das noch irgendwann einmal zu lernen! Deshalb, bis ganz bald!

    Carlos, auch Du sprichst mir aus dem Herzen.Christoph,auch von Dir hoffe ich immer dann zu hören, wenn Dir danach ist – ich freue mich, Euch alle zu sehen, und die Schrift ist ein durchaus gutes Medium dafür!
    Und Karin, weißt Du, blasphemisch und undankbar mögen manche nennen, was einfach Not tut – ist mir wurscht! Sollen sie tun. Ich genieße das Leben, wann und wie es geht. Dazu gehört auch, beim Namen zunennen, was ist.

    Ich grüße Euch herzlichst
    Anne

  14. Carlos
    23. August 2009 um 12:51

    Holà Anne, holà amigos,

    du kannst uns sehen, Anne? Das ist maravilloso, ich sehe leider nichts, dabei bin ich gerade bei Frauen ein Augenmensch, kann mich gar nicht sattsehen an der femininen donna und chica.

    Si, amigos, lasst uns das Leben geniessen, wo und wie und so gut es geht, heulen und Zähneklappern gehören dazu, Freddy.

    Ernst, es stimmt, ohne Mitgefühl gehts nicht, aber lasst uns auch amor nicht vergessen, amor für Brüdern und Schwestern und auch den nervigen Nachbarn, meiner hört blöde Musik und hat eine sehr laute Hifi-Anlage mit tollen Bässen… Lassen wir ihn.
    Ja, Karin und Anne, lassen wir alle machen, was sie wollen, sie müssen schließlich damit klarkommen.

    Viele Grüße aus chile, wo sind eigentlich die anderen?

    amor es, Carlos

  15. Simone
    23. August 2009 um 14:14

    Ganz sicher werde ich meine Krankenakte nicht veröffentlichen, erstens wegen Datenschutz und zweitens bin ich nicht exhibitionistisch veranlagt.

    Ich mochte es noch nie besonders, wenn sich Leute gegenseitig ihre Wehwehchen und Beschwerden bis ins kleinste Detail genau beschreiben bis hin zur Größe und Verortung der Hämorrhoiden. Nein, danke.
    Von der Schilderung eines Geschwürs oder Carzinoms ist es nicht mehr weit bis zur Publikation der Konsitenz des letzten Stuhlgangs.
    Ich glaube auch, dass es sich schädlich auf den Menschen auswirkt, wenn er sich zuviel mit Krankheiten beschäftigt.

    Neulich habe ich gelesen, dass es Studien gibt, die den Zusammenhang zwischen der Beschäftigung mit dem Thema (zum Beispiel auch von Ärzten) und eigener Erkrankung erforschen.

    Nein, da suche ich mir lieber erbaulichere Beschäftigungen.

    Einen schönen sonnigen Sonntagnachmittag,
    liebe Grüße
    Simone

  16. christoph s.
    23. August 2009 um 15:34

    hallo simone, natürlich hast du recht. reiner exhibitionismus ist quatsch. ich habe wirklich viele briefe bekommen. und bei manchen habe ich aufgehört zu lesen. da geht es dann wirklich nur noch um schreckliche bilder, die mich ehrlich gesagt seelisch angreifen. natürlich wissen wir alle, was uns graut, aber jeder von uns geht damit anders um. deshalb hast du völlig recht. ich dachte nur, dass soviele leute anfragen, was machst du denn, was für ein methode hast du gemacht, usw… und natürlich kann ich nur antworten, ich weiß es doch auch nicht so genau und natürlich habe ich immerwieder angst und große zweifel, ob nun alles gut weitergeht. bei jedem wehwechen fange ich an nachzudenken…. trotzdem dachte ich daran, ob es nicht die ein oder andere methode gibt, die bei unterschiedlichen leuten zu einer verbesserung geführt hat. zum beispiel die misteltherapie. ich nehme die jetzt schon ziemlich lange, nicht immer sehr regelmäßig, aber immerhin, und mein arzt dr.grah (klinik havelhöhe), hat dazu eine sehr gründliche untersuchungen begonnen, die viele ergebnisse dazu zusammengetragen und verglichen hat. die frage geht also in diesem falle darum, wer hat damit noch erfahrungen gemacht. ob das dann wirklich hilft, bleibt jedem selber überlassen. mein arzt hat jedenfalls einen zusammenhang herausgefunden, und festgestellt, dass bei praktisch allen patienten mit misteltherapie eine lebensverbesserung, bzw. lebensverlängerung stattgefunden hat. ich werde versuchen, dass er auch hier im forum dazu schreibt. also zumindest mal ein paar ergebnisse vorstellt. -oder- was ist mit dieser parasitenkur von dr.clark. die mache ich auch ab und zu und auch da fühle ich mich wohl. – also so war das gemeint. hier erfährt keiner meine blutwerte oder stuhlfarben. nur wenns unbedingt notwendig erscheint.(höhöhö).. ich versuche das mal etwas genauer zu formulieren oder simpler aufzuzeigen. vielleicht eine kleine tabelle, was ich vor den vielen metastasen gemacht habe, und was ich dann dagegen unternommen habe. und vielleicht gibt es noch jemandem, dem dann parallelen auffallen. die wissenschaft scheint mir da sowieso viele schritte voraus. aber wir haben nunmal mit dem scheiß zu tun und deshalb können wir ruhig mal austauschen, ob da irgendetwas war, was uns gut vorgekommen ist. ich nenne also erstmal misteltherapie und dann dr.clark parasitenkur. die metastasentablette terceva habe ich auch genommen, aber eigentlich hat sie zu schnell gewirkt. das kommt nicht nur mir komisch vor. was also wäre, wenn es da noch parallele dinge gegeben hat, die mir geholfen haben ! ich denke weiter nach und werde berichten. das ist doch okay simone, oder ? oder ist das dann wieder ein argument, dass wir krebskranke so oft exhibitionistisch sind. was ich überhaupt nicht verstehe. wir lassen lieber zig ärzte über uns reden und anhand von medizinischen daten über unseren kopf hinweg theoretisieren. und wir dürfen uns nicht mal selber vergleichen? krebs ist sicher sehr individuell, aber andererseits hat er doch ein paar stellen, an denen er immer gleich aussieht und damit meine ich nicht den tod oder das sterben. das sieht erstmal immer gleich aus, aber ich glaube ja, dass das der individuellste moment überhaupt sein wird. aber davon später vielleicht mehr… hier soll es doch darum gehen, gemeinsame türen zu finden… also türen auf… wenn man will… und wer meint, dass das hier keiner lesen kann, weil es zuviel ist, der hat vielleicht kein problem oder ganz einfach zuwenig zeit. hatte ich auch mal früher. aber wen es wirklich interessiert oder wer nach lösungen sucht, der wird die zeit schon finden. momentan bleiben die leute ca. 3, 40 sekunden auf der seite… im durchschnitt… vor zwei wochen waren es nur zwei minuten. also wir steigern uns…. viele grüße und einen schönen tag noch, christoph s.

  17. Ernst
    23. August 2009 um 16:48

    Die durchschnittliche Verweildauer eines Besuchers auf der Webseite von 3 Minuten und 40 Sekunden (?) ist eine beträchtliche Steigerung. Glückwunsch! In dieser Zeit kann man einiges lesen, das ist die Zeit von ca. 4-5 Werbespots, unbezahlbar.

    Den Hinweis auf die Parasitenkur finde ich interessant und würde gern noch etwas darüber erfahren.

    Freundliche Grüße, Ernst

  18. Karin
    23. August 2009 um 17:07

    Hallo,

    vielen Dank für den Hinweis auf die Misteltherapie, den finde ich sehr hilfreich und werde meinen Arzt danach fragen.
    Ebenso die Tarceva-Therapie. In meinem Fall geht es um Gebärmutterkrebs, nach Chemo und Bestrahlung besteht immer noch die Gefahr von Metastasen. Daher würde ich gern erfahren, ob das bei mir sinnvoll wäre und ob die Kassen die Kosten übernehmen?!

    Herzliche Grüße an alle,
    Karin

  19. Simone
    23. August 2009 um 18:07

    Hallo Christoph,

    ich hatte mich in meiner Äußerung auf die Frage bezogen “Wann veröffentlichen Sie Ihre Krankenakte”.

    Therapeutische Erfolge oder Misserfolge zu vergleichen, und mit anderen Patienten Kontakt aufzunehmen, hatte ich damit nicht gemeint, und finde das, im Gegenteil, völlig in Ordnung und wünschenswert!

    Dazu gehört auch, über seine Symptome zu sprechen, selbstredend…

    Wie sehr man dabei ins Detail gehen möchte,
    das bleibt natürlich jedem gerne selber überlassen, wie auch die Neigung zu Exhibitionismus per se nichts Verwerfliches oder falsches ist! Nur ich persönlich neige nicht dazu, das ist alles.

    Hoffentlich konnte ich das Mistverständnis aus der Welt räumen?

    Liebe Grüße
    Simone

  20. Bert
    23. August 2009 um 21:48

    hallo geehrte frau birgit o.

    diesen typen mit dem cabrio kennen wir, der hat uns vor einiger zeit auch fast über den haufen gefahren, ein ganz schlechter autofahrer ohne gültige papiere mit sehr ausgeprägtem imponiergehabe. wenn der in der stadt ist, sollte man erstmal nicht auf die straße gehen oder sich sehr vorsichtig bewegen.

    solche irren fahren und laufen ja in letzter zeit vermehrt herum, zumindest haben wir das hier bei uns beobachtet.

    sie haben das so knuffelig gesagt: man solle trotzdem nicht verbittern und den tag für sich nutzen. ich und mein kumpel machen das auch. leider sind wir beide immer noch singles.

    sie haben nicht zufällig zeit, sich mit uns zu treffen, birgit? wir können auch gerne ausführlich über unsere erkrankungen sprechen, im gegensatz zur dame vor uns haben wir dafür ein ausgesprochenes faible und immer offene ohren.

    in schüchterner verehrung
    e&b

  21. Sven
    23. August 2009 um 22:04

    Guten Abend Herr Doktor und liebe PatientInnen,

    um wieder zum Thema zurückzufinden, ich bin begeisterter Experimentierender mit alternativen und naturheilkundlichen Heilverfahren, habe jedoch auch gute Erfahrungen mit der Schulmedizin gemacht.

    Über die Parasitenkur von Dr. Clark habe ich auf ihrer Seite http://www.drclark.de/german folgendes gefunden:

    1.) Schwarzwalnusstinktur (Walnusstinktur, Walnussschalentinktur)

    Nehmen Sie die empfohlene Menge in einem halben Glas Wasser. Trinken Sie dies schluckweise auf den leeren Magen, z.B. vor dem Essen. Trinken Sie langsam, nicht in grossen Schlucken. Geben Sie etwas Zucker oder Gewürz bei, falls Sie Mühe damit haben, es zu trinken, oder Sie können es in Früchtepüree einrühren. Trinken Sie es innerhalb von 15 Minuten.

    Die Maximaldosis tötet alle übriggebliebenen Parasitenstadien im ganzen Körper ab, inklusive dem Darminhalt, ein Bereich, der für kleinere Mengen oder für elektrischen Strom (Zapper) unerreichbar ist. Der Alkohol in der Tinktur kann etwas Schwindel verursachen für einige Minuten. Setzen Sie sich dann einfach hin, bis es Ihnen wieder besser geht. Sie können die Tinkur in lauwarmes Wasser geben, damit ein Teil des Alkohols verdunstet, aber verwenden Sie nicht heisses Wasser, da dies die antiparasitären Wirkstoffe der Tinktur zerstören könnte. Nehmen Sie dann 500mg Niacinamid, um die Toxizität des Alkohols zu neutralisieren. Nach dem Einnehmen der Tinktur kann auch eine leichte Übelkeit auftreten für einige Minuten. Machen Sie einen Spaziergang an der frischen Luft, bis es vorüber ist.

    Während eines Jahres: Nehmen Sie 2 TL Walnusstinktur Extra Stark einmal wöchentlich. Dies dient dem Zweck, Parasitenstadien abzutöten, welche Sie von Ihrer Familie, Freunden oder Haustieren auflesen.

    Familienmitglieder und Freunde sollten 2 TL jede zweite Woche zu sich nehmen, damit Sie sich nicht reinfizieren. Sie könnten einige Parasiten- Stadien in ihrem Darm beherbergen, ohne Symptome aufzuweisen. Aber wenn diese übertragen werden auf jemanden, der Krebs hatte, gehen sie direkt zum noch geschwächten Organ und vermehren sich.

    Vielleicht fragen Sie sich, warum sie fünf Tage warten sollten, bevor Sie die grosse Dosis einnehmen. Es ist nur für Ihr Wohlbefinden. Vielleicht haben Sie einen empfindlichen Magen oder machen sich Sorgen wegen Toxizität oder Nebenwirkungen. Bis zum sechsten Tag werden Sie sich davon überzeugt haben, dass es keine Toxizität oder Nebenwirkungen gibt.
    Schnelleres Programm. Falls Sie nach dem ersten Tropfen von dem heilenden Effekt der Tinktur überzeugt sind, nehmen Sie die grosses Dosis gleich am allerersten Tag. [Fahren Sie dann mit 2 TL der Dosis bis zum 6. Tag weiter und dann weiterhin gemäss Tabelle.]
    Langsameres Programm. Wenn sich andererseits bei Ihnen alles zusammenzieht beim Gedanken daran, Kräuter einzunehmen oder wenn Sie sehr besorgt sind über die Sicherheit, nehmen Sie weiterhin nur Tropfen, und steigern Sie die Dosis nach Ihrem eigenen Gutdünken, bis Sie mutig genug sind, die grosse Dosis einzunehmen.
    Extrem Kranke. Nehmen Sie 2 TL der Dosis jede Stunde für 5 Stunden; in andere Worten, eine Dosis von 10 TL. Machen Sie am gleichen oder nächsten Tag dann das Mop Up Programm (”Bandwurm und Ascaris Programm”). Falls Sie dank dieses Programms das Spitalbett verlassen können, nehmen Sie die 10 TL Dosis jeden zweiten Tag (plus Mop Up) während zwei weiterer Wochen, bevor Sie auf das wöchentliche Erhaltungsprogramm wechseln. Vergessen Sie nicht, Wermut und Nelken mit jeder Behandlung zu nehmen, aber steigern Sie die Dosis auf 10 Kapseln je [pro Tag, nicht jede Stunde!].

    Interessierte mögen bitte auf der Seite von Hulda Clark weiterlesen, Grüße von Sven

  22. -
    24. August 2009 um 02:27

    Meine Schwester meint: Jeder Krebs sei selbst verschuldet. Pragmatisch wie sie ist, glaubte sie, dass Krebs aus dem selben Grund heilbar ist. In ihrem Fall bekam sie recht.

  23. Freddy
    24. August 2009 um 07:41

    Guten Morgen, Freunde (und Feinde?)

    zum Kommentar Nr.22 kann ich nicht viel sagen, ich denke viel darüber nach, ob es nicht eine Glaubenssache ist: wenn man glaubt, etwas verursacht oder beeinflusst zu haben, dann glaubt man natürlich auch, man oder frau könne es wieder rückgänig machen bzw. auflösen. Logisch!

    Selber habe ich es noch nicht gesehen, aber es soll ja immer wieder vorkommen, dass der Glaube selbst Berge versetzt… Naja.

    Manchmal hilft es sogar, wenn andere Menschen, die man oder frau noch nicht einmal persönlich kennt, Stoßgebete ans Universum für einen ausstoßen. In diesem Fall würde ich dann aber sagen, es war nicht das Gebet, sondern das Universum, oder was auch immer, auf jeden Fall NICHT der Mensch!!!

    Es ist auch fraglich, ob es sowas wie SCHULD und damit auch STRAFE überhaupt gibt, es ist wahrscheinlich eher ein Konstrukt des Menschen.
    Ich würde es im besten Fall URSACHE und WIRKUNG nennen, wenn ich A tue, folgt meist B. So in etwa.

    Es gibt also nur Handlungen und Ereignisse und ihre Konsequenzen. Nicht mehr und nicht weniger!

    Zu Ernst´s Kommentar auf meine Nr.22 möchte ich noch sagen:
    Lieber Ernst, ich habe mir mit der Schilderung des Todes keinen Spaß erlaubt, sondern es so geschildert, wie ich es erlebt habe.
    Allerdings habe ich von Leuten in Nahtodesmomenten gehört, die ein hell strahlendes Licht auf sich zukommen sahen und dann in Gelächter ausbrachen, weil sie so erleichtert waren.

    Vielleicht ist der Mensch eine Art kosmischer Witz, Ernst?

    LG Freddy

  24. Freddy
    24. August 2009 um 07:46

    P.S. Sorry, es war mein Kommentar Nr.12, den Ernst beantwortet hatte.

  25. Anne
    24. August 2009 um 09:34

    Hallo Carlos,

    Na Klar, habe ich auch kein Photo oder Film von Euch durch die Schrift und doch ergibt sich eine Art von Bild eines Menschen durch das schreiben und das mag ich schon auch oder auch nicht.

    Nichts gegen Augenweiden in aller Welt, auch wenn das das wirkliche Gegenüber auch nicht ersetzen kann.
    Schöne Männer s ehe ich gerne, aber ob ich sie wirklich mag, zeigt sich u.a. durch das wie sie was sagen…

    aus Hamburg in Deutschland grüßt Dich herzlichst
    Anne

  26. Anne
    24. August 2009 um 10:06

    Simone und Christoph,

    die Parkuhr ging mir gestern nicht aus dem Kopf und da ich bei Thies meine NlP-Ausbildung gemacht habe, weiß ich schon, daß jeder anders verarbeitet. Grün, gelb,rot und das umspringen der Farben ist eindeutig visuell, wo ich doch von mir weiß, daß bei mir auditives eher zu ergebnissen im kinästehtischen Bereich führt.Dann ging mir noch durch den Kopf, wieso (vielleicht auch dehalb) ich bei Anderen so erfolgrich bin und ihnen gut helfen kann, nur mir selbst nicht…ganz sicher liebe ich mich selbst zu wenig und gehe sehr ungeduldig mit mir um.

    Wie läßt sich die visuelle Parkuhr ins auditive übersetzen?
    Gestern, mit Schmerzen im Bett sitzend versuchte ich es mal mit Musik, die ich schätze, als Signal

    und es hat geklappt!
    DIE SCHMERZEN SIND VERSHWUNDEN UND ZWAR OHNE MEDIKAMENTE IRGENDWELCHER ART.
    Sie kamen dann später noch mal wieder, mit grauenhaftem Ton.
    Na, da teste ich doch mal weiter-Gelegenheit wird es geben!

    experimentierfreudig
    Anne

  27. Carlos
    24. August 2009 um 10:24

    Holà Anne,

    ja, die Leute sagen, ich sehe gut aus, aber das kann ich nicht so beurteilen…Schwarzes langes leicht gelocktes Haar, ich pflege mich und habe für mein alter noch ganz glatte leicht gebräunte Haut. Natürlich dunkelbraune Augen und typisch chilenische Züge, hohen wangen, sinnlich-männlicher Mund. Muskulös, aber ich bin nicht besonders groß.
    Ich mag große Frauen, das Alter ist mir egal, hauptsache sie hat sich eine ihre ureigenste weibliche Natur bewahrt, das rieche ich meist schon an ihrem Duft. Damit meine ich kein parfum.
    Anne, ich stelle Sie mir zierlich, burschikos und irgendwie kraftvoll und energisch vor…
    Haare vielleicht braun? Augen blau?
    Erzählen sie, wenn Sie mögen, por favor.

    Maravilloso, dass die Schmerzen durch Musik verschwunden sind, das ist wirklich interessant.
    Ich liebe Musik, musica mi amor.

    Euer Carlos

  28. Daniela
    24. August 2009 um 10:56

    Hallo!

    Ich bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen (da ich bzgl. einer Hausarbeit einiges über Christof Schlingensief und seinem Projekt Freakstars 3000 recherchieren muss), daher bin ich jetzt keine direkt betroffene.
    Ich möchte aber gerne diese Seite und ihre Beiträge dazu loben.
    Wie man sich als direkt Betroffene(r) fühlt ist für uns “Gesunde” unvorstellbar und ich bin für jeden Tag, den ich gesund leben darf, dankbar.
    Wie man sich aber als Angehöriger fühlt, kann ich selbst beurteilen (wobei jeder ja dabei anders empfindet). Mein Vater lag bis zu seinem Tod ein Jahr lang im Wachkoma und das ist auch für alle Beteiligten unerträglich.
    Nicht nur, dass man wie gelähmt der Krankheit zuschauen muss, wie sie emsig ihr Werk verrichtet, sondern man muss auch tatenlos zusehen, wie festgefahrene Strukturen in Krankenhäusern, Ämtern und Wohnhäusern der Krankheit unter die Arme greift und ihr noch mehr Zeit verschafft.
    Die Hilfen laufen langsamer und die Zeit rast.
    Wohin also mit seinem Kummer und mit den bohrenden Fragen, die einem kein Arzt, kein Pfleger, kein Experte beantworten kann? Natürlich unter Gleichgesinnte und Menschen, die ihrem Unmut Luft machen!
    Danke Christof Schlingensief für einen anderen Blickwinkel auf Krankheit und Selbstbestimmung!

    Liebe Grüße,
    Daniela

  29. Anne
    24. August 2009 um 16:14

    inIch kann kaum schreibn, weil meine lHände nicht mehr wollen, sonsthätt icih z u Miiusteln noch wich tciges…
    kann nicht meir…

  30. Anne
    24. August 2009 um 16:53

    mit istel fragt Antrloposovfen …ich mußte am nächsten Tag nachHaus e, sonst wä re der Mist in 4 Wochen vorbei gewesen.

  31. Simone
    24. August 2009 um 19:25

    Liebe Anne,

    ich hoffe, es geht dir wieder einigermaßen, und die Hände machen wieder mit.
    Du hast die Misteltherapie also schon probiert, oder habe ich das falsch verstanden.
    Wenn ja, dann könnte man die auch bei MS anwenden?

    Ich werde bei anthroposophisch oder homöopathisch versierten Leuten nachfragen und auch im Netz schauen.
    Vielen Dank und schönen Abend,
    Liebe Grüße
    Simone

  32. Dr. Alexander Dill
    24. August 2009 um 21:35

    Als ich erfuhr, daß der fast gleichalte Christoph Schlingensief an Lungenkrebs erkrankt ist, bestätigte das eine von mir bereits lange gehegte Vermutung, die man nicht nur in meinen Kreisen thunlichst verschweigt: Krankheit und Tod geschehen willkürlich, ohne besondere Anlässe und keinesfalls als Mahnung zum Wandel oder gar als Strafe für fasches Tun.
    Ich habe die letzten Tage mit Schädel-Hirn-Traumas Patienten verbracht und in ihren Biographien nichts gefunden, was den Schlaganfall oder den Unfall on irgendeiner Form kausal erklärt.
    Bei Multipler Sklerose – letzte Woche besuchte ich Prof. Thomas Kesselring von neurologischen Klinik in Valens, Schweiz – bestätigte er mir, daß es bisher nicht die kleinste Erklärung dafüär gibt, warum jemand an MS erkrankt.
    Nun komme ich zum Punkt: Ich habe sowohl Krebskranke in fortgeschrittenem Stadium wie MS-Kranke u.a. gefragt: “Glauben Sie, daß es sinnloses Leid gibt?”
    Alle MS-Kranken antworteten mit “Ja”, aber nur eine Krebskranke wollte dies zugestehen.
    Von welcher Wechselwirkung kündet das nun? Glauben wir an sinnloses Leid, wenn wir keine Ursache kennen? Geben wir uns und unserer Umgebung die Schuld, wenn uns die Kausalität zu helfen scheint?
    Die Reflexion ist ein Phänomen der Krebserkrankung. Man erinnere sich an den autobiographischen Roman “Mars” von dem Pseudonym Fritz Zorn, dessen Ich-Erzähler mit dem Satz “Ich bin jung und reich und gebildet; ich bin unglücklich und neurotisch und allein.” Der Schweizer Lehrer von der Zürcher Goldküste wird schnell am Krebs sterben. Und dann sagt er, was Christoph sicher auch bewegt:
    “Natürlich habe ich auch Krebs. Mit dem Krebs hat es aber nun eine doppelte Bewandtnis: einerseits ist er eine körperliche Krankheit, an der ich mit einiger Wahrscheinlickeit in nächster Zeit sterben werde …, andererseits ist er eine seelische Krankheit, von der ich nur sagen kann, es sei ein Glück, daß sie endlich ausgebrochen sei.”
    Das war 1977. Da wir ich 18, las dieses Buch und nahm mir vor, zwar reich, jung und gebildet zu sein, nicht aber neurotisch, allein und unglücklich.
    Ich sah mein Leben als Krebsvorsorgeprogramm an.
    Ob es nur mir so ging?
    Heute, nachdem ich weiß, daß 15% aller Frauen an Brustkrebs erkranken werden, nachdem ich viele Studien gelesen und den Zufall erforscht habe, kann ich dieser These nicht mehr zustimmen.
    Krebs ist – leider – keine psychosomatische, möglicherweise noch nicht einmal eine zivilisatorische Erkrankung, sondern bei dem Übermaß von Gesundheit, daß unsere Generationen seit langem erleben, erscheint jede Erkrankung als Fragezeichen hinter dem guten und richtigen Leben.
    Die viel größere Realität der täglichen Gesundheit wird verdrängt. Krankheit spricht. Gesundheit bleibt stumm.

  33. Felicitas
    24. August 2009 um 23:11

    Diesen letzten Satz finde ich sehr interessant:

    “Krankheit spricht. Gesundheit bleibt stumm.”

    Mir ist aufgefallen, dass wo immer zwei oder mehr Leute zusammen sind, meist einer von ihnen mehr redet als die anderen. Je mehr er redet, um so ruhiger werden die anderen, es kommt mir manchmal vor, als ob der eine die Rolle des Sprechers übernimmt, und die anderen das akzeptieren oder sich da reinfügen.
    Jedenfalls gibt es meistens die beiden Pole: Ruhe, Schweigen und Unruhe, Reden.

    Was wäre, wenn die Kranken auch mal ruhiger würden, dann nehmen sie den Gesunden die Rolle des “Jammernden, sich Beschwerenden, laut Leidenden, Sterbenden, Schmerzen aushaltenden” nicht mehr ab.

    In dem Moment, wo dem Gesunden der Gegenpol fehlt, kann er sich nicht mehr darauf ausruhen. Sein Gleichgewicht würde gestört.
    Er würde eventuell in sich selber auch Anzeichen von Krankheitssymptomen, Leid und Schmerz entdecken. Er müsste diese Rolle dann selber übernehmen, damit wieder beide Pole vorhanden sind.

    Kranke und Gesunde würden sich in diesem von mir angenommenen System gegenseitig bedingen und sich wechselseitig für die Aufrechterhaltung eines Gleichgewichts benötigen.

    Wer sagt, dass sich Kranke und Gesunde nicht abwechseln könnten im Aushalten des Leids und der Schmerzen? Das wäre doch nur fair und gerecht und demokratisch und sozial, oder?

    Lasst uns mit den Gesunden tauschen, sollen doch sie mal laut werden, sich beschweren, um Hilfe bitten, und Pflege und Unterstützung benötigen.

    Wäre das nicht eine Option, oder ist das total utopisch und hirnrissig?

    Viele Grüße, Feli

  34. Dr. Alexander Dill
    24. August 2009 um 23:40

    Gute Idee Feli! Genauso ist es mir zum Glück letztes Wochenende widerfahren, als wir mitgereisten Betreuer zum Teil der Selbsthilfegruppe wurden und es auf einmal um unsere Lebenseinstellung und unsere gescheiterten Ehen ging. Die Kranken waren über dieses Unterhaltungsprogramm äußerst erfreut und wir freuten uns, selbst unsere Wunden zeigen zu dürfen.
    Bonsoir Alexander

  35. Carlos
    25. August 2009 um 07:58

    Buon dias Dr. Alexander, holà Feli,

    perdon amigos, dass ich eure Unterhaltung stören muss.
    Seid gewiss, ich sehe das ähnlich. In Chile wissen wir, dass es sowas wie absolute Gesundheit nicht gibt, und bei uns herrscht nicht diese panische Angst vor Kranken und Krankheiten, sie sind Teil des Lebens, der wenig Aufsehen erregt, sondern wie alles andere dazugehört.
    In Europa scheint mir das Gleichgewicht gestört zu sein, zumindest aus chilenischer Sicht.
    Es geht im Gesundheitssektor um sehr viel Geld in Alemania.

    Aber das ist ein weites Feld, und gerne diskutiere ich weiter mit euch, aber ich habe ein Problem.
    Gestern habe ich von meiner geliebten dulce eine Nachricht bekommen, mi corazon sonriso, die mein Herz lachen liess und naturalmente habe ich ihr sofort geantwortet.

    Por que, no sabe, ich weiß nicht warum, aber meine Nachricht kam nicht durch, ich habe es vergeblich versucht – es ging ein Gerücht über Giftpilz-Verdacht um, was ich aber mit meiner Nachricht an dulce nicht in Verbindung bringen kann.

    Erlaubt mir bitte, amigos, hier noch einmal meine Botschaft an dulce sugar zu veröffentlichen, in der Hoffnung, dass sie sie liest. Feli, bitte sag ihr bescheid, wenn du kannst.

    Dulce sugar, mein Herz lächelt bei deinen Worten, die Internetverbindung in Chile ist schlecht, aber ich muss dir antworten.

    Ja, wir werden auf den weißen Pferden reiten über die weiten Ebenen in Chile, die kalte klare Luft atmen, von der reinen Sonnen beschienen.

    Träume von mir, suenos dulce, wie auch ich von dir träume und immer esperanza, mi amor.

    Carlos

  36. Anne
    25. August 2009 um 09:29

    An alle Mistelinteressierten,

    Hier in Rissen bei Hamburg gab es vor der Übernahme durch Asklepios zwei anthroposophische Stationen; jetzt ist nur noch eine halbe geblieben. Auf dieser Station war ich vor drei Jahren, kurz nach Übernahme. Der Chefarzt kündigte mir dann Mistel als Spritze in den Bauch und das jeden zweiten Tag an. Ziemlich entsetzt fragte ich ihn, was ich denn bei meinem viel zu starken Immunsystem mit Mistel soll. Er meinte “sie dürfen nicht vergessen, daß Mistel fast auf jeder Pflanze wächst, sogar auf der Rose; je nachdem, auf welchem Wirt sie gewachsen ist, so wirkt sie auch. Die weitverbreitetste, und billigste für die Krankenkassen und damit für sie auch am begehrtesten ist die Mistel, die auf dem Apfelbaum wächst. Die Mistel, die Sie bekommen, ist aber auf der Tanne gewachsen — und die wirkt ausgleichend aufs Immunsystem.”
    Wir warteten ein wenig, meint zwei Tage ab, dann kam:”Wirkt, sehr gut, noch vier Wochen, dann sind Sie durch!” Am selben Abend kam er dann nochmal:”Wenn ich Sie behandeln dürfte, wie ich das immer getan habe, dann würde ich sagen: noch 4 Wochen Mistel, rhytmische Massage und Einreibungen und Eurytmie, dann ist alles gut; so aber müssen Sie leider morgen nach Hause”.
    Und somit schlage ich mich dann immernoch mit meiner MS rum.

    hmmmmmmm
    Anne

  37. Anne
    25. August 2009 um 09:48

    Lieber Christoph. liebe Simone,

    Auch gestern hat meine Ampelvariation mit den auditiven Signalen geholfen. Keine Medikamente irgndwelcher Art habe ich genommen und heute geht es mir gut!

    erleichterte Grüße
    Anne

  38. Simone
    25. August 2009 um 11:35

    Hallo Anne,

    das sind ja erfreuliche Nachrichten, mit deiner autitiven Signaltherapie. Erstaunlich.

    Was du bei Nr. 36 über deine Erfahrungen mit der anthroposophischen Misteltherapie erzählt hast, irritiert mich etwas. Sie wurde also bei dir auf eigenen Wunsch nicht durchgeführt, weil sie auch eventuell bei MS keinen Sinn macht, habe ich dich richtig verstanden?

    Schade, denn ich finde auch, man sollte alles probieren, was vertretbar ist.

    Einen schönen Tag und
    liebe Grüße

    Simone

  39. Birgit O.
    25. August 2009 um 11:49

    Lieber Bert,

    tut mir leid, hier so was Banales geschrieben zu haben. Aber dass Du diesen Cabrio Fahrer auch kennst, beruhigt mich, denn letztendlich kennen wir ihn dann bald alle, und können jetzt vielleicht was gemeinsam gegen ihn tun.

    Ich könnte natürlich auch schreiben, dass ich eine Woche mit einem Infekt und Fieber im Krankenhaus lag, und erst mal kein Antibiotikum anschlug, und ich akute Angst hatte zu sterben, aber das kennen wir ja alle diese Angst, oder? Ich Nachts, wenn das Fieber stieg und ich Schüttelfrost hatte mit meinem Vater und meinem Bruder im Himmel sprach, dass Sie mich bitte nicht holen sollen. Das alles kann ich schreiben. Aber wozu? Das frage ich mich zumindest.

    Aber die Verbitterung meiner Zimmergenossinnen im Krankenhaus, lässt mich doch den anderen, für mich positiveren Weg gehen. Bedrohliches bespreche ich mit dem Therapeuten meines Vertrauens, und ansonsten ist für mich auch so eine ernsthafte Erkrankung ein Teil des Lebens. Nur wenn ich möglichst normal damit umgehe, wenn ich es dann gelernt habe, und vielleicht lerne ich es nie, ermöglicht dies erst den anderen auch normaler damit umzugehen. Selbst beim Hausarzt und seinen Bediensteten spüre ich heute noch Berührungsängste.

    Sicherlich rede ich mir viel schön, so bin ich aber schon immer, aber jeder darf seinen Weg gehen. Das gestehe ich auch jedem zu.

    Für ein Treffen stehe ich dem Single Markt leider nicht zur Verfügung, Bert! Bitte bedenke auch, dass ich 46 bin, Glatze habe, und mich nicht gerade in Höchstform befinde. Die Welt ist ja so oberflächlich.

    Jeder ist dabei seinen Weg zu finden, und das ist gut so. Wir können uns hier vielleicht dabei helfen. Es sind einfach Inputs anderer, die wir hier mitnehmen können.

    Das Wichtigste finde ich ist die Autonomie, die mir jetzt das erste mal genommen wurde, und ich weiß trotzdem nichts, nicht wie schlimm es ist, nicht wie schlimm es ist, nicht so viel Autonomie wie ich haben zu können. Ich weiß aber auch wie anstrengend es ist.

    Ich bin einfach dankbar, und versuche mir auch weiter treu zu bleiben. Dazu gehört auch mal ein oberflächlicher Arsch zu sein, ein lustiger, ein liebender, ein trauriger Mensch zu sein. Und all das andere……

    Genießt den kühlen Tag, und lasst es Euch möglichst gut gehen.

    Viele Grüße,
    Birgit

  40. Anne
    25. August 2009 um 15:00

    Hallo simone,

    Bis ich nach IHause mußte haabe icmehrh misteel gekriegt, dann nicht mehr. Aus gesucht habe ich das NICHT!

    Anne

  41. Bert
    25. August 2009 um 17:25

    liebe frau birgit,

    wir verstehen die welt nicht mehr – wieso ist so eine tolle frau wie sie schwerkrank ?
    und dass sie eine woche mit fieber und ifekt im krankenhaus lagen, gibt uns einen stich.
    aber nun geht es ihnen hoffentlich wieder besser.

    hoffentlich bin ich ihnen mit dem angebot eines treffens nicht zu nahe getreten, ernie und ich sind natürlich trotzdem interessiert sie kennenzulernen, auch mit partner.
    wir haben uns an unser junggesellendasein ganz gut gewöhnt und sind ein eingespieltes team.
    ausserdem treffen wir uns demnächst mit bekannten damen aus einer anderen serie.

    das mit dem cabrio-fahrer war doch nicht banal, birgit. oder wenn es banal ist, dann sind wir wohl auch banal…?

    in schüchterner verehrung
    ihre beiden banalen
    e&b

  42. christoph schlingensief
    25. August 2009 um 23:39

    Ich freue mich, dass hier immerwieder neue Themen Eingang finden. Ich würde gerne zu Herrn Dr. Dill (Nr.32) etwas sagen. Ich bleibe dabei, dass Krebs eben nicht einfach nur grundlos kommt. Dabei denke ich nicht mehr wie am Anfang, dass krebs infolge falscher ernährung oder lebensart entsteht, aber ich gehe noch immer davon aus, dass krebs aus einem gestörten Gleichgewicht von seele, körper, umwelt und der selbst geschaffener lebensumgebung, selbst geschaffenen lebensumständen entsteht. vielleicht auch nicht in jedem falle, aber wenn ich mir überlege, dass die 1000 krebszellen , die jeder! mensch jeden tag im körper “produziert”, plötzlich nicht mehr von diesem körper wegschafft oder besser vernichtet werden, dann frage ich mich, warum dr.dill irgendwas von merkwürdigen untersuchungen erzählt, die ganz eindeutig bewiesen haben sollen, dass krebs einfach so kommt und basta. ich denke, dass das system zur beseitigung dieser täglichen krebszellen genau aus dem grund versagt hat, weil es nicht mehr wußte, was zu tun ist. damit meine ich keine denkende instanz in mir, die durch übermässigen fernsehgenuß zum beispiel die orientierung verloren hat. das ist ja wohl klar. aber wäre es nicht denkbar, dass jeder krebskranke tief in sich einige dinge benennen kann, die ihm kraft abgezogen haben. ein lebenlang oder vielleicht auch nur ganz kurz und dafür aber so massiv, dass dieses immunsystem nicht mehr genau reagieren konnte? wenn jemand seine stangen zigaretten wegraucht, dann ist es nicht gerade unwahrscheinlich, wenn er dann damit kleinzellige teilungswut fördert.auch hier liegt eine massive schwächung vor. genauso bei alkohol. jeden tag alkohol auf die leber ist eben für fast alle von uns schädigend. alles nichts neues. aber was ist mit krebsformen, die beim ersten betrachten ohne jeden grund entstehen. jeder mensch hat im laufe der evolution stärkere oder auch mal schwächere nerven geeerbt. nicht jeder mensch kann streß ertragen. viele müssen sich über jahre verstellen, verbiegen und gute kräfte in sinnloses zeug ableiten. kräfte, die der organismus woanders gebrauchen könnte. dazu noch die langsame umgewöhnung an konservierungsmittel, lebensmittelimitationen, usw. also gebe ich hier keiner religionskirche (in meinem falle der katholischen)das recht, mir meine eigenerantwortung abzusprechen und zu behaupten dass gott da irgendetwas an mir bestrafe. Blödsinn ! gefährlicher mist, den ich anfangs selber aushalten mußte. Aber selbst jetzt, wo es mir wirklich ziemlich gut geht, stecke ich voller angst, dass wieder etwas kommt. auch ohne schuldzuweisung. jeden tag mindestens viermal. und wenn wirklich wieder etwas kommen würde, dann wäre zu fragen wieso denn jetzt schon wieder… weil ich jetzt weniger fleisch esse ? kaum noch alkohol trinke, glücklicher lebe als vor der zeit?… und trotzdem zwickt es mich links in der schulter, im rücken, an der narbe… und was nun? alles von vorne ? ich denke, dass es eine geistige offenheit geben muß, dass sich jeder von uns mal ohne bestrafung oder in anwesenheit anderer betrachtet und nachfragt, was sein hinters licht geführtes immunsystem so irritieren konnte. was uns bis jetzt gestört hat, wer uns gestört hat, was uns für lebensumstände zu einem verhalten gezwungen hat, dass wir davon keine kraft bekommen haben, sondern eher geschwächt wurden. und da kann mich auch ein gesunder dr.dill nicht von abbringen. wir haben gefälligst zu lernen, und da sehe ich diese krebszeit auch als eine möglichkeit an, vieles zu überdenken und neue wege zu probieren. die meiste kraft geht doch nur dann drauf, wenn wir etwas festhalten wollen, was definitiv nicht mehr zu halten ist. neue wege kosten auch kraft, aber die neue kraft, die dadurch entstehen kann oder gefunden werden kann, ist viel klarer und verträglicher. also selbst bei der kraft würde ich mittlerweile differenzieren. – naja… ich merke gerade, dass ich heute abend nicht klar schreiben kann wie ich möchte. vielleicht liegt das daran, dass ich wirklich gerade wieder kurz vor der röhre stehe und deshalb nicht so weich bin wie die letzten wochen. und trotzdem appelliere ich an alle, die sich hier treffen, doch mal genau reinzuhören in den eigenen organismus. vielleicht sind wir leider genetisch nicht so auf der höhe wie andere supergesunde, aber vielleicht haben wir uns auch zu oft selber angegriffen und somit die schwache seite in uns zusätzlich beschossen. oder wir wurden beschossen und haben es nicht gemerkt. interessiert mich überhaupt nicht , ob gesundheit schweigt… wenn ich diese massive werbung für weiße zähne, starke haare, supermodels, erfolgreiche anzugträger im TV ansehe, dann bin ich der meinung, dass da regelrecht geschrien wird ! gesundheit schreit ! krankheit wimmert vielleicht, aber krankheit ist manchmal auch zärtlicher und behutsamer. also lasst euch nicht zuquatschen. Wir haben teilweise mehr zeit als die, die diese gesundheit vor sich hertragen und behaupten, dass wir nichts mehr tun sollen, weil es eben so ist wie es ist… wie bitte ? Wo der krebs herkam weiß bis jetzt auch noch keiner. also können wir getrost mitforschen… bis bald. gute nacht !

  43. -
    26. August 2009 um 00:20

    Liebe Felicitas

    Dein Gedanke ist ebenso hirnrissig wie atemberaubend. Landläufig denkt man: Gesundheit spricht, Krankheit bleibt stumm. Aber ganz recht: “Leiden spricht, Ausheilen bleibt stumm.”

  44. brenessel
    26. August 2009 um 02:00

    christoph, du sagst: “aber wäre es nicht denkbar, dass jeder krebskranke tief in sich einige dinge benennen kann, die ihm kraft abgezogen haben.”

    Okay. ist denkbar.
    aber kann nicht jeder mensch ein paar dinge nennen, die ihm kraft abgezogen haben?
    ich möchte aber nicht gegen EIGENVERANTWORTUNG reden, im sinne der möglichkeit, sich selbst GUTES zu tun und an der heilung mitzuwirken.

    ich bin genetisch wirklich nicht auf der höhe (brustkrebsgen), aber: ich hab mein leben gut gelebt. vielleicht wär ich sonst noch früher erkrankt!

    alles liebe und schön dass es dir gut geht,
    frau brenessel

  45. Karin
    26. August 2009 um 08:54

    Hallo, guten Morgen, Kranke und Gesunde!

    Ich würde gern zu einem späteren Zeitpunkt der Sache mit Annes Misteltherapie auf den Grund gehen, denn ich verstehe nicht, warum ihr eine solche Therapie verwehrt wurde.

    So ernst und tiefgehend das Thema “Angst vorm Sterben” ist, es macht fast Spaß, den vorangegangenen Dialog zu lesen und es sind darin einige Punkte, an die ich gern anknüpfen würde, hoffentlich gelingt mir das.

    Fange ich mit brennessel an, die schreibt, dass es genetische Faktoren gibt und auch Krebskranke meist ihr Leben gut leben – das bestätige ich 100%ig.

    Dann zum nächsten Punkt, Leiden spricht, Ausheilen bleibt stumm, kann sein, aber das Schweigen der “Gesunden” halte ich für ein in sich schon krankes Schweigen. Denn sind sie angesichts der Krankheiten um sie herum nicht zu Tode erschrocken und vor Angst gelähmt, es könnte sie selber treffen, sie könnten angesteckt werden – siehe Panik vor Schweinegrippe – also meine Meinung: das Schweigen der Gesunden birgt die Krankheit bereits als Keim in sich, es ist nur eine Frage der Zeit, wann sie ausbricht.

    Zum Thema Schuld, finde ich gut, was Freddy und Feli (glaub ich) geschrieben haben und auch was Christoph meint, es gibt keine Schuld, es gibt nur die Art und Weise, Dinge zu verarbeiten oder eben nicht mehr damit klar zu kommen. Ein gutes Beispiel: das Immnunsystem, der Körper, der durch äußere Einflüsse, traumatische Erlebnisse und Stress nicht mehr in der Lage ist, die schädlichen krebserregenden Zellen (die freien Radikalen?) mit Killer-Zellen zu bekämpfen und auszuscheiden.
    Das gestörte Gleichgewicht, das umkippen kann wie ein verseuchtes GEewässer, wenn seine Selbstreinigungskräfte nicht mehr ausreichen.

    So, und dann schaue sich doch jeder mal um, was für Umwelteinflüssen er so täglich ausgesetzt ist, und das über Jahrzehnte…das haut die stärkste Rothaut um, würde ich meinen.

    Beim Thema Umwelt und Natur (ja, doch, der Mensch ist ursprünglich ein Teil von ihr!) fallen mir immer Beispiel aus dem Tierreich ein.
    Wie sieht es zum Beispiel bei Tieren aus im Hinblick auf drohende Gefahren sprich Umwelteinflüsse.
    Ich denke, Tiere haben ein ausgeprägtes instinktives Warnsystem, sie spüren, ob es bald Gewitter gibt, sie wittern einen Waldbrand aus kilometerweiter Entfernung, bei einem Schuss rennen sie sofort weg und vieles mehr. Sie kennen ihre Feinde und Gefahren und reagieren mit Flucht oder Angriff.

    Ganz anders der Mensch. Bei ihm ist schon mal die Grundvorraussetzung eine ganz andere. Im Gegensatz zum Tier hat er kaum natürliche Feinde, denn die hat er bereits eingesperrt oder unschädlich gemacht.
    Der Mensch weiß aber (auch instinktiv?), dass die größte Gefahr für ihn von SEINESGLEICHEN ausgeht. Die größte Gefahr für den Menschen geht vom Menschen selber aus, und den von ihm geschaffenen Instrumenten, so nenne ich es mal.
    Wenn also eine Gefahr droht, und ein anderer Mensch ihn davor warnt, reagiert er zunächst auf den Warnenden selbst. Kann man diesem trauen, was plant er wirklich, ist er womöglich nicht ganz dicht usw.
    Statt also auf den schädlichen Umwelteinfluss zu reagieren, reagiert der Mensch auf den anderen Menschen und fängt mit ihm eine Argumentation oder einen Machtkampf an.
    Nicht sehr intelligent…

    Als Beispiel fällt mir hier zum Beispiel ein, dass eine Familie mit kleinen Kindern ganz nah an einem Handy-Signalmast wohnte. Sie waren ständig krank, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Nervosität und vieles mehr, was der Hausarzt irgendwie zu behandeln versuchte.
    Ihre Argumentation, dies mit dem Handy-Mast (mir fällt gerade der Fachausdruck nicht ein) in Verbindung zu bringen, wurde von der Telefongesellschaft mit (wissenschaftlichen?) Gutachten widerlegt und auch die Nachbarn der Familie wussten nicht so recht, was sie davon halten sollten.
    Die Mutter der leidenden Familie geriet in einen rechtlichen Kampf mit der Telefongesellschaft und wirkte mit der Zeit immer unglaubwürdiger und hysterischer, keiner wollte ihr mehr beistehen.
    Zum Glück kriegte die Familie die Kurve und zog aus dem Haus weg in eine Gegend ohne solche Umwelteinflüsse.

    Anderes Beispiel: in der Nähe eines Kernkraftwerks gab und gibt (!) es vermehrt Leukämieerkrankungen und Hirntumore mit zum Teil tödlichem Ausgang.
    Von seiten der Kraftwerksbetreiber und der zuständigen Behörden (sprich im Endeffekt der Politiker) wird ein Zusammenhang zwischen Kernbrennstäben und ihrer Strahlung (Kühlwasser) geleugnet. Es wird einfach abgestritten und GELEUGNET. Alle, die davon erfahren, zucken mit den Achseln und sagen, dann sollen die doch aus der Nähe des Kraftwerks wegziehen. Kann ja auch sein, dass das hysterische esoterische Spinnereien sind, diese kindische Atomkraft-neindanke- Bewegung.

    Ich schließe daraus, dass Felicitas Argumentation, je mehr einer über solche schädlichen Einflüsse redet, um so weniger die anderen das selbst an sich herankommen lassen. Und somit würde wieder das “kranke Schweigen der Gesunden” gefördert.

    Spürt also ein Mensch einen gefährlichen Umwelteinfluss, so hat es leider – anders als im Tierreich – keinen Sinn, die anderen darüber zu informieren. Anders als Tiere, die geschlossen auf so einen Warnhinweis reagieren, reagiert der Mensch völlig anders, nämlich MENSCHLICH.
    Er weiß nicht, was er glauben soll, er weiß nicht was er tun soll, er weiß nicht, wem er überhaupt noch trauen kann.
    Also traut er sich im besten Fall noch selber, oder hofft ganz einfach, dass es ihn schon nicht erwischen wird. Die breite Masse gibt ihm recht, zwar gibt es immer wieder vereinzelte oder mehrere Opfer, aber die Herde Mensch kann weitermachen.

    Daraus könnte man schließen, dass es ratsam wäre, bei empfundenen schädlichen Einflüssen (das können ja auch einfach negative “Gedankenkonglomerate” sein!, oder?), sich zunächst selber in Sicherheit zu bringen, und zu versuchen, die Krankheit oder psychische Beeinträchtigung (evtl. auch therapeutisch) zu verarbeiten.

    Wenn andere das mitbekommen, werden sie dadurch vielleicht aufmerksam.
    Oder es dauert seine Zeit, bis sie auch merken, dass sie da etwas kaputtmacht, dass da was schiefläuft, etc.
    Sie müssten also selber daraufkommen, es selber spüren und begreifen!

    Es kann und darf ihnen nicht abgenommen werden. So sehr ich auch die Vorstellung mag, anderen zu helfen, sie gar mit Einsicht zu “retten”, in diesem Fall wirkt es sich kontraproduktiv aus.

    Ich litt selber am Helfersyndrom und muss mich sehr bemühen, anderen ihre Erkenntnisprozesse nicht abzunehmen oder sie sogar darin zu stören!

    Hier angelangt, frage ich mich jetzt, ob ich diesen Kommentar überhaupt einstellen soll, denn womöglich verhindert er seinerseits, dass jemand von selber auf seine ganz eigenen Erkenntnisse kommt.
    Ich denke aber, das hier von mir Geschriebene ist für viele “Schnee von gestern” und manche werden auch ganz anderer Meinung sein.

    So dass ich hoffe, der Schaden, der von meinem Kommentar ausgeht, begrenzt werden kann…

    Allen einen konstruktiven frischen Tag,
    Grüße,
    Karin

  46. Dr. Alexander Dill
    26. August 2009 um 10:15

    Lieber Christoph,
    zunächst: Ich bin kein Arzt, sondern Philosoph. Es gibt auch keine Studien, die belegen, daß Krebs keine psychosomatischen Ursachen hat.
    Ich bin übrigens auch nicht “gesund”.

    Sich täglich neu zu erfinden – ob als Immunsystemantiüberlistunsstärkung oder aus Lust und Neugierde – ist ein Wert an sich. Ich habe ja aus der Lektüre von “Mars” von Fritz Zorn – das Buch kann ich zum Thema empfehlen – abgeleitet, daß ich nicht so enden wollte. Wenn wir unsere eigenes Immunsystem “hinters Licht” führen können, dann könnten wir es auch selbst auf den rechten Weg führen, sprich reparieren.
    Was ich mich frage, ist, ob dieser Idealzustand (ich habe vor kurzem erzählt, wie ich durch eine homöopathische Behandlung vor 20 Jahren von einer chronischen Mandelentzündung geheilt wurde und seitdem auch keine Grippe oder Erkältung mehr bekomme) uns nicht zu sehr unter Druck stellt. Wenn wir ständig befürchten müssen, von unserem eigenen Immunsystem angegriffen zu werden, leben wir doch in ständiger Angst!
    Wilhelm Reich hat gesagt: “Krebs ist der Stau von Lebensenergie”. Meine Freundin, die Geistheilerin Alice Seidl van Haren, sagt das Gegenteil, nämlich dass die Zellwucherung sehr große Lebensenergie ausdrückt. Die Erstarrung, die Sklerose, die Lähmung stehen dem gegenüber.
    Christoph, Du mit Deiner unbändigen Energie und Deinen Projekten sprichst für die Annahme von Alice, und vielleicht wäre es wertvoll, wenn Du sie einmal treffen würdest. Sie behandelt auch Krebskranke.

    Was mich nach wie vor erstaunt, ist, daß eine schwere Erkrankung auf einmal eine Sinnerklärung und Lebensanregung sein soll, während Jahrzehnte Gesundheit in stummer Normalität ertragen wurden, ohne sich daraufhin zu fragen:
    Wer bin ich?
    Was soll ich tun?
    Das meinte ich mit “Krankheit spricht. Gesundheit ist stumm.” Wie wäre es denn, sich auch als Gesunder existentielle Fragen zu stellen? Es kann ja durchaus sein, daß das existentielle Fragen nicht zu einer Stärkung, sondern zu einer Schwächung des Immunsystems führt und ich durch Fragen krank werde.
    Wir haben gelernt, an uns immer und zu jeder Stunde die Frage zu richten, ob wir “eigentlich” sind, “wir selbst” sind. Da uns bei dieser Frage naturgemäß niemand helfen kann, schließen wir uns in dieser Frage ein.
    Ich nenne das den “egoistischen Imperativ”: Wehe, Du bist nicht Du selbst. Dann bekommst Du Krebs.
    Dadurch entsteht ein viel schrecklicherer Druck, als durch richtige Ernährung und andere, veräußerlichte Verhaltensänderungen.
    Christoph, Du hast wie kaum ein Mensch in Deutschland Dich selbst verwirklicht, also völlig scheinbar völlig unbeeinflußt von gesellschaftlichem Druck Deine Künstlerexistenz gelebt. Was aber – als Philosoph, der das Gleiche erfahren hat, nämlich grenzenlos erfolgreiche Selbstverwirklichung, darf ich das fragen – wenn wir beide eben auch mit diesem Wir-selbst-sein nur eine gesellschaftlich erwünschte Norm erfüllt haben, nämlich den kapitalistischen Auftrag, autonome und damit konsum- und beratungsfähige Subjekte zu werden? Wenn Künstler und Philosophen als Querdenker und Grenzüberschreiter die Einpeitsccher einer Gesellschaft sind, deren einzige Triebkraft der Individualismus ist und deren höchstes Ziel darin besteht, eine größtmögliuche Zahl von Individuen als Wähler, Steuerzahler und Konsumenten an sich zu binden?
    Was, wenn alles ganz anders ist?
    Dann ist auch der Krebs ganz anders und vielleicht ist der Krebs eine gesellschaftliche Konvention, von der wir einmal sagen werden, sie sei wie einst ein Korsett oder ein Morgengebet?
    Ich freue mich, daß Du geantwortet hast und wünsche Dir natürlich, daß die Röhre keinen “Befund” ergibt. Das wünsche ich auch allen Teilnehmern hier und natürlich immer auch mir selbst, obwohl es mir nach diesen Zeilen zunehmend fragwürdig erscheint, ein Leben als Verteidigung und Abwehrschlacht gegen das eigene Immunsystem zu führen; eine Schlacht, die man schon deshalb nie gewinnen kann, weil das Schicksal meist vorsieht, einem überwundenen Leid ein zu überwindendes folgen zu lassen.
    Dein und Euer Alexander Dill

  47. brenessel
    26. August 2009 um 10:37

    fritz zorn “mars” ist ein sehr zweinschneidiges buch. denn es verwendet die krankheit KREBS als metafer für (auch) gesellschaftliche umstände. das finde ich problematisch. andererseits schreibt fritz zorn (prima pseudonym) immer in der ICH form, sodass das buch sich nicht anmaßt “allgemeingültigkeit” zu vertreten.
    ich bevorzuge susan sontags buch “krankheit als metafer”.

    karin, habe sehr geschmunzelt über deine formulierung “das haut die stärkste rothaut um”. haha, so ist es.

    die menschen, die ganz alt werden (denke oft an den herrn heesters), die müssen schon super glück haben. wie so oft, gehört glück dazu, wenn etwas gut gelingt.

    das mit dem individualismus, naja, jeder jede will halt “einzigartig” sein. kennt ihr die BORG von raumschiff enterprise. sind eine kollektive lebensform und werden als extrem bedrohlich dargestellt – und auch als sehr unglücklich.
    wir SIND natürlich einzigartig, aber so unterschiedlich voneinander auch wieder nicht.

    schönen mittwoch!
    frau brenessel
    (mit einem N)

  48. Ernst
    26. August 2009 um 11:49

    Guten Tag frau brenessel, Karin, Dr. Alexander und Herr Schlingensief,

    das sind ja wirklich sehr ausführliche, z.T. originelle, aber auch eigenartige Gedankengänge, und ich habe mir etwas Extra-Zeit einräumen müssen, um das alles zu lesen. Ob ich es auch alles verstanden habe, steht auf einem anderen Blatt.

    Meine Vorrednerin mit einem N hat verlauten lassen, dass wir so unterschiedlich voneinander nicht seien.
    Da muss ich leider widersprechen, besonders im Fall Heesters.
    Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste und kann sagen, es gibt noch einiges, was ich in meinem Leben vorhabe, vor allem auf geographischem Terrain und ich erlebe mindestens ein Drittel der Zeit in einem angenehmen Gefühl, was den Rest erträglich macht.
    Aber die Vorstellung, 100 Jahre oder älter zu werden, finde ich nicht die Bohne erstrebenswert. Im Gegenteil. Gut Herr Heesters mag sich wohl fühlen und jede Sekunde geniessen, aber mein Ding ist das aus heutiger Sicht nicht.
    Nein, ich möchte den Löffel schon etwas früher abgeben, zum Beispiel beim Schwimmen oder Tauchen im Meer, in einem rundum vollkommenen Naturerlebnis, das wäre mir am liebsten.
    Schmerzen hin oder her, die habe ich schon immer irgendwie aushalten müssen, schlimmer wird es im Moment des Todes auch nicht sein. Außerdem werden in diesem (Schock-)Zustand glücklicherweise vermehrt Endorphine und körpereigene Opiate ausgeschüttet (immer diese Drogen ts ts ts), so dass das Ganze eventuell wirklich ein nettes Happening werden könnte.

    Aber verstehen Sie mich nicht falsch, ich möchte hier nicht dem Suizid das Wort reden, ich wollte klarstellen, dass ich ein so hohes Greisenalter wie Herr Jopi nicht anstrebe und mir nicht wünsche. Das darf ich doch wohl?

    Auch Ihnen allen einen schönen Tag,
    Gruß Ernst

  49. Anne
    26. August 2009 um 15:30

    Chrisoph, was Du schreibst, tut mir gut!
    Ich danke Dir sehr
    Anne

  50. -
    27. August 2009 um 01:45

    Liebe Karin
    Nochmals: Wenn sich alle Gesunde plötzlich krank fühlten und deswegen geimpft werden sollen [Beispiel Schweinegrippe, weil sie es schick finden, wären die meisten Ärtze überfordert, einen Gesunden (der unter einer Winterdepression leidet) von einem Kranken zu unterscheiden.] Es lebe die Tablette!

    ps.: Was Christoph schreibt, tut Anne gut. Na also.

  51. -
    27. August 2009 um 02:13

    pps.: Dass sich Christoph sogar gegen Krebszellen behaupten muss, tut mir in der Seele weh. Ich liebe ihn von Herzen.

  52. -
    27. August 2009 um 02:41

    Bei Ärzten gilt: Erst das z und dann das t!

  53. Karin
    27. August 2009 um 11:00

    Hallo,

    au weia, hier scheinen einige PatientInnen ihr Herz verloren oder verschenkt zu haben: einige an Birgit, andere an Christoph, und wieder andere an eine gewisse Sugar dulce. Carlos, was hat dich eigentlich hierher geführt?

    Tja, ich für meinen Teil brauche dieses lebensspendende Organ für mich selber, da weiß ich wenigstens “was ich habe” ha, ha , ha.

    Zum letzten Kommentar von anonymus möchte ich ganz kurz – aus Zeitknappheit – eingehen:
    ich kann mich nicht erinnern, etwas von Gesunden, die sich massenhaft impfen lassen, weil sie es “schick” finden, angedeutet oder geschrieben zu haben…?

    Über die plötzlich “epedemieartig” und “lebensbedrohlich” auftretende “Schweinegrippe”, die meines Wissens nichts mit den namensgebenden Haustieren zu tun hat, würde es sich auch lohnen, mal zu diskutieren.
    Auch darüber, ob es nicht für irgendjemanden horrende Geldeinnahmen bedeutet (Pharmaindustrie?), wenn massenhaft Medikamente wie Tamiflu (damals Vogelgrippe) oder “neue” (alte auf Lager bereitliegende )Impfstoffe mit MHD verkauft und gekauft werden. Könnte ja sein.

    Ich selber überlege, ob ich nicht lieber eine Grippeerkrankung in Kauf nehme, statt mich mit einem dubiosen Impfstoff für viel Geld und mit erheblichem bürokratischen und medizinischen Aufwand (ja, – , die armen Ärzte…) grundlos impfen zu lassen.

    Krank fühle ich mich heute sowieso in erhöhtem Maße unwohl und spüre erste “grippesymptome”.

    Trotzdem einen schönen Sommertag für alle
    PatientInnen und Gesunde,
    viele Grüße Karin

  54. Carlos
    27. August 2009 um 22:44

    Holà amigos,

    die Frage tauchte auf, waraum ich hier schreibe.
    Das ist ganz einfach, claro que si, ich habe das Gefühl, hier auf Freunde oder verwandte Seelen getroffen zu sein, zumindest verstehe ich, was die Leute hier sagen, wovon sie sprechen und ich fühle mich auch selber ein bißchen verstanden!

    Ich habe keinen Krebs oder ähnliches, denke aber, dass so eine schwere Erkrankung oder auch ein Unfall mich jederzeit treffen könnte. Félipe, mein Schwager, zum Beispiel hat einen schweren Unfall gehabt und ist seitdem körperlich behindert, aber er versucht, sein Leben wie vorher weiterzuleben. Nun ist er sogar Vater geworden…ein toller Mann.

    Gesund zu sein ist kein selbstverständliches Glück, sondern ein Geschenk. Und ich mache keinen so großen Unterschied zwischen Kranken und Gesunden. Für mich gibt es amigos oder nicht amigos. Claro?

    Buenos noches, bleibt tapfer, fuerte und sagt, was ihr auf dem Herzen habt, con corazon radiotélefonia,
    amor es,
    euer Carlos

  55. Alexander Dill
    28. August 2009 um 11:12

    Offensichtlich gerät der Austausch ins Stocken, nachdem man Meinungen, Erfahrungen und Positionen einmal kundgetan hat.
    Ich möchte deshalb als Anregung einen Gedanken formulieren: Jede Nacht fallen wir in ein Koma, daß uns in eine andere Welt entführt. Wir nennen das “Schlaf”. Überraschenderweise erwachen wir fast immer aus diesem Koma und es beginnt das, was wir als “neuer Tag” bezeichnen.
    Eigentlich stellen sich für uns jeden Tag alle Fragen neu, aber wir glauben besser durch den Tag zu kommen, wenn wir uns auf die Antwort vom Vortag verlassen. Wir schleppen uns so mit veralteten Lebensweisheiten durch den Tag – bis eine neue Nacht anbricht, wir wieder ins Koma fallen, ein neuer Tag anbricht.
    Die Summe dieser Tage bezeichnen wir als “unser Leben”. Die Wahrscheinlichkeit, daß wir viele, Tausende Tage erleben, ist relativ hoch. Wir verlassen uns darauf, daß wir vielleicht morgen das Wunder erleben oder das Neue anfangen.
    Und dann kommt morgen und wir fangen gar nichts an. Und dann kommt der Abend und wir fallen wieder ins Koma und…..

  56. Felicitas
    28. August 2009 um 13:13

    Hallo Ihr Lieben,

    also ich falle nachts oder abends nicht ins Koma!

    Im Schlaf oder im Traumerleben kann ich den Dingen und meinen Erlebnissen erst richtig auf den Grund gehen.
    Ich schließe mich nachts an eine riesige Ladestation an…bildhaft ausgedrückt.
    Das sogenannte kollektive Unterbewusste, also etwas was uns alle Menschen verbindet, ist tagsüber einfach schwerer anzuzapfen, gehen tut das aber auch.

    Dr. Alexander, wie sie sagen, jeder Tag ist neu und auch ich bin im Grunde jeden Tag wieder neu. Diese Überzeugung von gestern und morgen und vor einem Jahr und so weiter könnte also nur eine Illusion und eine weitere Gedankenkonstruktion des Menschen sein, um die Dinge zu vereinfachen oder handhaben zu können.

    Werde mich am Wochenende fröhlich ins Koma saufen und wünsche euch schönen Austausch,
    bis bald
    alles Liebe, Feli

  57. -
    28. August 2009 um 19:06

    “Die Philister, die Beschränkten, diese geistig Eingeengten” machen mich auf Dauer krank! Und damit meine ich eben nicht den Professor aus Heidelberg!

    ps.: Karin, Liebste, deshalb verlasse ich diese Seite, und zwar jetzt, gerade eben. Egal, ob Du krank bist oder nicht oder ich aus Mangel an Pietät deshalb in die Hölle komme.
    pps.: Beste Grüße an Carlos und Feli und an alle, die mir aus der Seele sprechen aber die ich niemals kennenlernen will! Weil es noch krankmachender wäre!

  58. Anne
    29. August 2009 um 10:13

    Hi Chrstoph,

    Das Gesicht einer Krankheit könnte auch der Weg zur Heilung sein, nur stellt sich das mir bei Autoimmunerkrangkungen und deren Komponentenetwas schwirig dar; ob bei meiner MS oder Deinem Krebs, ich will einfach dhinterkommen was das soll.
    Manchmal ist es offensichtlich, wie bei meiner letzten Arbeitsstelle: In dieser Firma saßen nur die Geschäftführer für die Unterfirmen, die sonstwo im Land ihren Sitz hatten. Die Firma wurde verkauft und die meisten spekulierten, ob an Scientologen. Die neuen Eigentümer waren extrem unangenehm. Am nächsten Tag kam einer der Jungs mit heftigem Schnupfen, da blieb mir dann nur zu sagen: “na, Hat Du die Nase voll von den neuen Eigentümern?” Damit lag ich ganz richtig, denn am nächsten Tag rief seine Frau an, die die Nacht damit verbracht hatte, ihren Mann ins Krankenhaus zu fahren – Nierenkolik. Er und ich waren uns sehr einig darin, daß das wohl zuviel wird wenn ihn das Ganze so stark an die Nieren geht.

    Tja bei Atoimmun komme ich nicht wirklich dahinter, was los ist. Ganz sicher trifft bei mir auch zu, daß ich mich nicht so richtig lieb haben kann und daß ich zu oft das nicht getan habe, was dran gewesen wäre; irgendwann wird der Körper eben sehr heftig in seine Sprache, wenn die einfachen, klaren Signale einfach von mir überhört werden…

    hmmmmmm, ich verstehe ihn einfach nicht, vielleicht war ja ein Hinweis auf den richtigen Weg einauditves Signal, wenn die Parkuhr abgelaufen ist…
    und nu?!

    Nimm Dir jede Zeit, die Du brauchst für Afrika; ich finde das gut und bin mir sicher daß sich Dir das Gesicht der Krankheit so zeigt, daß Du das Richtrige für Dich damit anzufangen weißt.
    Eine gute Zeit wünsche ich Dir auf jeden Fall!
    Mach’s gut!

  59. Kleiber
    29. August 2009 um 10:32

    Nanu,
    das klingt nach Abschied.

    Doc, wollen Sie sich also jetzt hauptsächlich auf Ihr neues Projekt konzentrieren, oder wie sind die letzten Beiträge zu verstehen?

    Für Karin, Feli und Carlos tuts mir ein bißchen leid, diese deutliche Zurück- oder Abweisung hat bestimmt weh getan.

    Aber manchmal kann man sich leichter von altem, wie von einer alten Haut befreien, wenn man sich mit einer gewissen entschiedenen Aggressivität gegen die alte überlebte Bindung abgrenzt.
    Schmerzhaft aber notwendig.

    Allen alles Gute, Karl

  60. Anne
    29. August 2009 um 14:46

    Nee, ein Abschied ist hier bei mir nicht gemeint. Sorry, wenn das bei jemandem so ankam…

    Gruß
    Anne

  61. Simone
    30. August 2009 um 12:31

    Hallo Ihr Lieben und Unlieben,

    was Karin weiter oben geschrieben habe, finde ich ja wirklich mal eine interessante Sichtweise, sie schreibt:
    “Anders als Tiere, die geschlossen auf so einen Warnhinweis reagieren, reagiert der Mensch völlig anders, nämlich MENSCHLICH.”
    Und statt sich gegen den schädlichen Umwelteinfluß zu wehren, “reagiert er auf den Warnenden”.
    Da ist doch etwas dran, denke ich.

    Aber sollte man deshalb schweigen und sich zurückziehen?

    Manchmal bringt einen jemand anderer mit seiner scharfen Kritik oder seiner Ablehnung erst drauf, mal die Rückseite der Medaille zu betrachten, oder nicht?!
    Auch mit Ironie und Humor kann man andere darauf hinweisen, dass sie bei ihrer inneren Gedankenkette einen womöglich entscheidenden Faktor übersehen haben.
    Wieso sollte sie das vom eigenen Erkenntnisprozess abhalten? Das sehe ich anders.

    Interessant finde ich in diesem Zusammenhang auch die oben geäußerten Gedanken von Ernst, Dr. Dill und Frau Brennessel.

    Liebe Anne, die Erfahrungen, die du und dein Kollege am Arbeitsplatz gemacht haben, habe ich teilweise ähnlich erfahren und den Eindruck gewonnen, dass solch negative Arbeitsbedingungen krank machen. Ich entschied, dass mir meine Gesundheit wichtiger ist, obwohl ich schon genug Schaden durch Kampf, Ärger und Stress im Arbeitsleben genommen habe, der Punkt war erreicht, wo ich mir sagte, so masochistisch bin ich dann doch nicht.
    Warum sollte ich mich weiter freiwillig als Fußabtreter zur Verfügung stellen?

    Nun bemühe ich mich stattdessen, mein körperliches und seelisches Gleichgewicht zurück zu gewinnen.

    Da ich es mal besaß, gehört es mir und ich will es , so gut es geht, zurück haben.
    Nicht tot, sondern lebendig.

    Und, bitte, Nr. 57, bitte befreien Sie uns und die Philister aus der einengenden geistigen Beschränktheit, lassen Sie alle Pietät fallen und hauen Sie die Wahrheit raus, in die Hölle kommen Sie sowieso, oder? ;)

    Ich bin demnächst eine Weile im Urlaub, komme aber pünktlich zur Wahl zurück, um diesmal aktiv die Wahl zu boykottieren.
    Wenn ich eine solche themenabweichende Bemerkung hier machen darf? – ich denke doch.

    Schönen Sonntag noch,
    liebe Grüße
    Simone

  62. ugly kid joe
    31. August 2009 um 10:23

    he christof, hey moderatoren,

    wieso wurde mein kommentar zum thema

    *KEINE ANGST VORM STERBEN UND

    K E I N E M A C H T F Ü R N I E M A N D*

    nicht veröffentlicht ?

    euer joe

  63. Felicitas
    31. August 2009 um 10:49

    Hallo Leute, hi kid joe!

    Bin wieder zurück.
    Joe, kann es sein, dass wir uns am WE in Königs Wusterhausen beim Aufmucken Festival gesehen haben?

    Es war einfach genial, super Stimmung, coole Leute, und total schöne Bergwiese mitten in Brandenburg, nur bißchen viel Mücken.

    Die Musik und Texte von Kleingeldprinzessin, no exit und Dritte Wahl haben haben übelst gerockt!!!
    bin wieder fit for life, keine spur von sterben,
    love, feli

  64. Anne
    31. August 2009 um 15:04

    Hallo Felicitas. Hallo Joe,
    ,
    Wenn Ihr von keiner Mücke genervt werden wollt, dann nehmt mal Staphisagria als Glubolie D12, erstmals 15 Kügelchen, dann 3 mal am Tag 5 Stück und sobald es nachläßt einmal am Tag 5 St. wenn es verschwunden ist, braucht Ihr garnix mehr.

    Gruß
    Anne

  65. Karin
    31. August 2009 um 20:41

    P.S. …und danke, dass ich hier schreiben darf.

  66. Lina
    31. August 2009 um 23:15

    Hallo ihr alle,
    Sich einzulassen auf das Gesehen werden ist gut. Nichts geht alleine, die Kapitalisten-Einsamkeits-Gesellschaft kann nicht helfen. Woher auch, die meisten von uns kennen nur sich selbst und das auch nicht, weil das alleine schwer zu machen ist. ich hatte in einer klinik mal ein total spannendes erlebnis. als ich verabschiedet wurde haben alle einen kreis gebildet und sich die hände gegeben und dabei irgendwas hilfreiches gedacht oder gefühlt und meine hände und arme haben richtig gewackelt vor kraft, die da ankam. nicht leicht gezuckt, sondern richtig stark. Überraschung.
    ich mag diese gemeinde der mutigen, zeigt her was da ist wir reden und tauschen uns aus, vielleicht kommt was kluges zustande, vielleicht weiß jemand rat. Abgesehn von Sympathie kann ich vielleicht noch einen Impuls geben: wer glaubt die eigene kranheit hängt mit den beziehungen zusammen oder erfüllt eine spezifische funktion in dem gefüge, kann die krankheit aufstellen und einbeziehn in das feld in der er/sie lebt. das kann man bei guten und nur bei guten familienaufstellern machen. alles ist miteinander verbunden. wenn bspw. unfruchtbarkeit ’selbstgewählt’ sein kann, wieso sollte ‘krankheit’ nicht auch ‘unbewusst gewählt’ und damit abwählbar sein?
    Hm.
    Lina

  67. Dr. Alexander Dill
    31. August 2009 um 23:29

    Hallo, Lina, gute Frage. Wenn aber Krankheit unbewußt an- und abwählbar ist, warum dann nicht auch Gesundheit? Kann es nicht sein, daß jemand trotz aller Mahnungen und Aufrufe zur Krankeit unterbewußt doch gerne gesund wäre? Und dass das dann eintritt, wenn seine Gesundheit eine spezifische Funktion z.B. für andere ausübt, die ihn brauchen? Dies fragt Alexander.

  68. -
    1. September 2009 um 00:26

    Doch noch @62: Liebster Ugly Kid Joe: Du vergreifst Dich hier auch manches mal im Ton! Dat weißte doch: Der Ton macht die Musik.

  69. ugly kid joe
    1. September 2009 um 10:05

    allet klar, eh. -
    die formel war echt nur als gag gedacht, sollte eigentlich lustig sein.
    war wohl in cis-dur statt h moll, sorry.
    cheers

  70. Felicitas
    1. September 2009 um 11:10

    Hallo und vielen Dank für die guten tipps und die Anregung, dass die Funktion als Gesunder/Kranker oder auch Rolle in Beziehungen und Position im Leben auch “selbstgewählt” sein könnte.

    Wenn ich dem Mechanismus oder dem Prozeß in mir selber auf den Grund gehe, der mich dahingeführt hat, wo ich jetzt stehe (wie auch z.B. in einer Aufstellung) und sie im Zusammenhang mit einem Beziehungsgefüge sehe, in dem ich aktiv und passiv durch mein Handeln oder Nichthandeln beteiligt bin – dann….- an diesem Gedanken möchte ich dranbleiben.
    Kompliziert und doch einfach, genau wie die Aufgabe, die ich mir für heute vorgenommen habe: aufräumen. Schrecklich.

    Ich wünsche euch allen einen schönen sonnigen Tag,
    Feli

  71. Lina
    1. September 2009 um 14:19

    Hallo Christoph,

    ich habe gestern noch ein bisschen länger hier gelesen und habe mir Gedanken gemacht über das was du über Glauben schreibst.

    Heute morgen am Bahnhof Altona habe ich dann darüber nachgedacht und fand du hast in diesem Punkt zu weit und zu bildungsbürgerlich und zu deutsch gedacht. Beten könnte doch auch als ein Ausdruck der Hoffnung und der Konzentration verstanden werden, dachte ich. Es muss kein metaphysisches Weltbild mitgekauft werden. Der Antrieb zum Glauben, zur Hinwendung könnte etwas ganz menschliches sein, so wie es eine menschliche sache ist zu trauern, wenn jemand stirbt ist es vielleicht eine menschliche sache zu hoffen und in der Form zu ‘beten’, wenn jemand leidet. Was spricht dagegen im beten einen menschlichen ausdruck von hoffen zu sehen oder eine natürliche Pose der Selbstheilung?

    Lina

    Lina

  72. Felicitas
    2. September 2009 um 08:18

    Hallo ihr alle,

    den Gedanken von Lina finde ich irgendwie sehr schön, das eine konzentrierte Hingabe an Hoffnung (und Glaube an die uns alle umgebende Liebe ???), also ein Akt der inneren Hinwendung an etwas “anderes” als das aktuell gegenwärtige ätzende oder krankhafte Geschehen, dass also dieses aktive, aber eher in sich selbst ruhende TUN dem Menschen guttun kann.
    Eine Art innerer Zuflucht zu einem fiktiven imaginierbaren besseren Planeten, oder so.
    Mit Litaneien, Psalmen oder Mantras hab ichs jetzt nicht so, aber Laute, Klänge und Silben könnten sich ja auswirken. Anne hat das weiter oben ja auch erzählt, mit ihrer auditiven oder musikalischen Therapie der Schmerzen!
    Da könnte doch jeder seine eigene Rückverbindung finden, die für ihn am besten zu erreichen ist.

    Meine Aufräumaktion gestern war übrigens erfolgreich, zumindest part one, es gibt immer noch einiges auszumisten.

    Auf dass ich und ihr immer weiter und höher kommt auf der ko(s)mischen Wendeltreppe,
    viel Glück,
    Feli

  73. ugly kid joe
    2. September 2009 um 11:48

    Hi
    sorry, ich muss mal eben die bühne wechseln.
    im andern schuppen lässt mich der türsteher nicht rein weil ich keine turnschuhe von lakotz trage.

    möchte nur kurz einen appell für jeanne langstrumpf loswerden.
    ich hab zwar keinen plan und keine argumente, dafür aber einen propeller am rücken wie carlson auf dem dach.

    eine weiterführung der diskussion nicht nur um hochhuth, sondern auch um hochmut, hochstapler und dünnbrettbohrer fände ich daher gar nicht verkehrt.

    also, heilige pippi, wie siehts aus?
    joe

  74. Lina
    2. September 2009 um 15:12

    Heo,
    ugly kid joe – Was genau willst du sagen? Sich hinter Referenzen verstecken und Andeutungen machen reicht nicht. Du kommst eher hart an bei mir und dazu so als wärst du einer, der nicht klar denken kann; nicht weil du zu doof bist, sondern weil die Furie in dir das nicht zulässt.
    Beweise das Gegenteil!
    Lina

  75. ugly kid joe
    2. September 2009 um 22:54

    Heo Lina,
    nee nee, verstecken gilt nicht, is klar.
    Beweisen will ich eigentlich auch nix, jedenfalls heute auf gar keinen.
    hatte eine andere gemeint, nix für ungut.
    fury joe

  76. -
    2. September 2009 um 22:56

    Für ugly kid joe

    “Die Philister, die Beschränkten,
    Diese geistig Eingeengten,
    Darf man nie und nimmer necken.
    Aber weite, kluge Herzen
    Wissen stets in unsren Scherzen
    Lieb und Freundschaft zu entdecken.”
    (Heinrich Heine)

    ps.: Tolle Leistung, sich über Jeanne aufzuregen. (Wen kümmert`s? Die ist dumm wie Bohnenstroh. Aber ganz recht: “Dergleichen haben schon als Kind eine Schiffsschaukel mit dem Kopf stoppen wollen.”)
    pps. Ich hoffe, Du bist nicht minderjährig.

  77. Wolfgang
    3. September 2009 um 05:27

    Hallo Christoph,

    habe gerade Dein Buch von einem Freund zu lesen bekommen.
    Vielleicht ist das was Du suchst schon lange vorhanden.
    Seitdem ich versuche anzuerkennen das nur ich mich selbst verändern kann und ich überhaupt nur sehr wenig Kontrolle über andere habe bin ich auf dem Weg der Genesung.
    Eine gemeinsame Zukunft kann es sowieso nur geben wenn wir mehr Mitgefühl für die Bedürnisse aller Menschen entwickeln.
    Ich bin mir nicht sicher ob Du das AA Program der Anonymen Alkoholiker kennst.
    Dort teilen ich schon lange meine Erfahrung, Kraft und Hoffnung. Dieses spirituelle Prinzip der Selbsthilfe funktioniert bei Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Du kannst überall auf der Welt in Meetings gehen usw. Diese Meetings gibt es für alle erdenklichen Krankheiten usw.

    Das ist für mich so der Tenor was so mitschwingt wenn ich Dein Buch lese.
    Die Isolation ist der Horror und deswegen ist das teilen mit Betroffenen die wissen von was ich rede so wichtig.

    Viele Grüße,
    Wolfgang

  78. ugly kid joe
    3. September 2009 um 11:16

    hi, 76, easy going…
    ich denke nicht, dass jeanne langstrumpf dumm ist, sie hat ab und zu ganz gute bouletten auf der pfanne.
    und der spruch von heini ist ja richtig genial, mit dem necken und so.
    nee, ich bin nicht minderjährig, nehme mir aber auch als über zwanzigjähriger die dreistheit heraus, nicht alles zu wissen, nicht jede krankheit auf latain zu kennen, nicht jeden philosophen, künstler oder politiker namentlich und inhaltlich zitieren zu können.
    habe soviel wissens- wie zahnlücken. macht nix.
    dafür gibts zum glück leute wie jeanne und co. ;)
    und an lina, korrekt, ich bin ein harter typ. weiche schale, harter kern, ein früchtchen.
    behalts aber für dich…
    ugly kid joe

  79. Tomaszek
    5. September 2009 um 18:58

    Liebe Aino, lieber Christoph,
    wie sind in Gedanken bei Euch.
    Sabine & Falko T.

  80. Freddy
    6. September 2009 um 12:17

    Hallo ihr Lieben,

    diese Worte entdeckte ich heute

    ” Der Schrei der Kreatur Mensch, auf dem Weg nach Golgatha, ist unser Aufbegehren, im Leben, in der Kunst.

    Der Schmerz – die Wunde Mensch – immer wartend zu Lebzeiten auf Erlösung, immer geplagt mit dem Prinzip SEHNSUCHT – die Wunde Mensch, die nicht heilen will und kann.“

    Angst vor dem Sterben hat nicht, wer die Heiterkeit findet. ”

    … auf dieser Seite:
    http://www.theaterkapelle.de/index.php?id=83

    LG
    Freddy

  81. Alexander Dill
    10. September 2009 um 16:47

    Gerade berichtet Spiegel-Autor Joachim Mohr von einem Rückschlag bei seinen Herzrhythmusstörungen:
    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,647877,00.html
    Zitat:
    “Dass ich, wenn vielleicht auch nur für ein paar Jahre, Ruhe vor meinem Herzen habe. Dass ich endlich einmal wieder diese Gefühl genießen kann, das ich schon gar nicht mehr kenne: gesund zu sein.”
    Was aber, wenn man gesund ist? Was tun dann? Dann kommen neue Leiden, Geldmangel, Liebeskummer, Schlaflosigkeit, Drogen….Der große Vorteil des schwer krank zu sein, scheint unter anderem darin zu bestehen, nur noch ein klares Ziel zu haben, nämlich wieder gesund zu werden.
    Angeblich sind 16 Mio Deutsche chronisch krank. Mir tun aber auch Gesunde leid, wie der arme, dicke SPD-Abgeordnete Jörg Tauss, der sich Kinderpornos heruntergeladen hat. Was hat der sich vom Leben erhofft? Ist das, was er nun erlebt, nämlich aussätzig zu sein, auch eine schreckliche Sache?

  82. SinaCarlaP.
    16. September 2009 um 10:13

    Und plötzlich wird man sich seiner Sterblichkeit so was von bewusst. Der Arsch geht einem auf Grundeis, und der Panzer, der einen mit der Welt in die man hinein geboren wurde klar kommen lies bröselt. Man lernt seine Ängste aber auch seine Stärken anders und verändert kennen, und weitere Gefühle. Man empfindet so stark wie wahrscheinlich noch nie in seinem Leben. Wenigen Hochs folgen vielen Tiefs. Neben der Krankheitsbewältigung versucht man sich selbst wieder zu definieren und zu fassen, Selbstbewusstsein zu haben, um wieder unter die Menschen gehen zu können, mit ihnen zu kommunizieren, und nicht alles persönlich zu nehmen und/oder zu meinen. Aber so lange dies in einem ist lebt man, und das leben wollen ist eine Sucht, eine schöne Sucht und wird hoffentlich nicht nur zur Sehnsucht.

  83. erniebert
    29. September 2009 um 10:08

    wir sowie die gesamte sesamstrasse sind sehr froh, dass der spam und viren-spuk auf dieser seite erfolgreich in die flucht geschlagen wurde.
    bei unserem straßenfest haben wir mit einer unterschriftenaktion auf die bedenkliche entwicklung dieser unterstützenswerten seite für geschockte patienten hingewiesen, über 20.000 haben sich bisher für den erhalt dieser seite ausgesprochen, und es werden täglich mehr…
    solidarische grüße
    ernie@bert

  84. Ernst
    30. September 2009 um 08:21

    Nr. 83, was soll das denn, bitteschön!?

  85. iris rosa
    22. Januar 2010 um 15:01

    hallo ihr wunderbaren menschen,nach meiner diagnose mammaca vor ca. einem jahr war das erste woran ich gedacht habe, der tod.ich hab viel darüber nachgedacht und irgendwie machte es mir nicht wirklich angst .ich weiß der tod ist das letzte irdische abenteuer und dannach kommen so glaube ich heute fest andere.aber was diese diagnose noch massiv bei mir ausgelöst hat,war eine grenzenlose wut,die bis heute anhält und mir bei der bewältigung der behandlung ,klar hinhören,nachfragen,informieren,zweit-,drittmeinungen einholen und letztendlich intuitiv entscheiden geholfen hat. die wut betrifft vor allem die grenzenlose unachtsamkeit,mit der wir menschen unsere lebensumwelt verschmutzen, asse,gorleben u.a., die spitzen der eisberge. vor 20 jahren haben die kritischen ärzte nach der tschernobyl- katastrophe vorausgesagt, das 20 jahre später die krebsrate -auch bei den jungen – exorbitant steigt.und genau das erleben wir jetzt. nur die scheiße ist,keiner hat gesagt,das wir es selber sind , die relativ jung davon heimgesucht wird. jeder betroffene von uns muß individuell durch diesen ganzen wahnsinn von anfang an.es ist dann dein schicksal und meins und verantwortung für die größeren zusammenhänge braucht dann niemand zu übernehmen. alle krebskranken die dazu in der lage sind,sollten wir mobilisieren und vor dem bundestag auf die zusammenhänge hinweisen und unser grundrecht auf gesundheit einklagen,auch für unsere angehörigen ,kinder und kindeskinder.
    die ignoranz der gesellschaft uns kranken gegenüber, die wir ja im für die politik besten fall selbst an unserer erkrankung schuld sind,(denn wer selbst schuld ist bürdet niemandm verantwortung für zusammenhänge auf) ja wie beschiessen ist das denn. keiner von uns krebsgeschädigten ist selbst schuld!!! wir hatten nur lebensbedingungen,die unser immunsystem überlastet haben und hierbei ist es völlig gleichgültig , ob es jahrelanges mobbing, kontaminierte räume,kontaminiertes trinkwasser, oder was sonst noch alles denkbar ist.gestern habe ich einen jugendfreund mit beerdigt(mitte 50).er hat drei jahre gekämpt.mit seinem tod hat auch die trauer bei mir einzug genommen und ich kann nun auch mein schicksal beweinen.trauer und wut sind zwei sehr gesunde gefühle angesichts all dieser grausamkeiten. laßt uns unsere trauer gemeinsam herausschreien , unsere wut bündeln um den zukünftigen generationen gesündere lebensbedingungen hinterlassen zu können.und gerade darum und trotz alledem viva da vida genießen wir jeden augenblick, den schönen, den traurigen, den wütenden, den leidenschaftlichenund den glücklichen eure iris

  86. NaturalScience
    11. Juli 2010 um 18:50

    Auf dieser Seite ist von einem Kommentator das Buch “Mars” von Fritz Zorn erwähnt worden. Die STelle gefunden hab ich nicht. Erinnerte mich aber daran, es vor 20 Jahren gelesen und das darin Behauptete geglaubt zu haben – und davor graust es mir heute, ich war damals Studi, bin jetzt Ärztin seit 20 Jahren und kanns besser beurteilen. Folgende Ansichten in diesem Buch sind falsch und schädlich, gerade wenn ein Chronischkranker es liest und darin Rat sucht, so daß er dazu neigt, alles zu glauben:
    1) die Vorstellung, man sei selbst Schuld an einem Krebs oder Ähnlichem. Schuldgefühle schwächen das Immunsystem! Wenn ein derartiges Schicksal einen befällt, muß man seine Kraft darauf konzentrieren, diesem zu trotzen, das kann man besser, wenn man es für einen Unfall der Natur hält, als wenn man sich selbst verdächtigt.
    2) die Empfehlung von Psychoanalyse für derartige Situationen. DAs psychoanalytische Weltbild ist durch und durch pessimistisch. Ich glaube, Fritz Angst, so hieß der Buchautor wirklich, könnte noch am Leben sein, hätte er sich dieser auf falschen Vorstellungen basierenden, das SElbst zutiefst verstörenden “Therapie” nicht unterzogen. Sie hat ihn so weit gebracht zu glauben, sein gesamtes Leben sei falsch gewesen! Warum in den 80ern, wo das Buch modern war, niemand das Zerstörerische eines solchen Ansatzes thematisiert hat, verstehe ich nicht. Diesen Beitrag schreibe ich, weil mir eben beim Spazieren dieser Satz aus dem Buch wieder einfiel, und ich bekam sofort Panik, mit dem GEdanken: wenn du auch chronisch krank wirst und gerätst an sogenannte FAchleute, die dich in ein so schlechtes Selbstbild reintreiben, weil sie Derartiges selber glauben, aber zufällig NICHT krank davon werden, endest du als dich selbst ohne Grund, aus purem Gehirngewaschensein, bejammernder, elender Wurm ohne Würde.
    3) Das ganze Buch ist ein Herumhacken des Autors auf seinem ach so schlimmen Fehler, nicht zu wissen, wie man BEziehungen aufnimmt, und auf den ach so schlimmen FEhlern seiner Familie, die daran Schuld hätten. Beschuldigen aber führt nicht weiter und “totaler Krieg” – in diesem elenden Geisteszustand, den zeitgenössische Rezensenten auch noch gelobt haben (würg!), endet Fritz Zorns Leben – erst recht nicht. Die hilflose Wut eines Menschen, dem niemand einfach nur geholfen hat, aus seinem eigenen Leben und Charakter, zu dem eben das Robinsonhafte wohl auch gehört hat, das Beste zu machen, bei dem es niemand versucht hat, ihm nach natürlichen Verwandten seiner Seele suchen zu helfen – mit denen hätte er ohne Probleme menschlichen Kontakt gefunden, und auch der seltenste Menschentyp hat derlei Verwandte auf der Welt, das ist bei 6 Mrd Menschen sicher – wurde von den Lesern des Buches zu revolutionärem Pathos hochstilisiert. Da wurde der Arme noch posthum zum Opfer, bzw. zum nützlichen Idioten. Nämlich für die Propaganda der Psychoanalyse, in deren Arme dieses Buch mit seiner verführerischen Pseudologik Viele getrieben haben muß. Der größte Fallstrick darin ist
    4) die Vorstellung, Krebs komme von zu wenig Sex! In den 70ern und 80ern hat man dies tatsächlich geglaubt, man las Reich, wenn man intellektuell war oder sein wollte, und der propagierte diese Idee, von biologischen Vorstellungen aus, die fast 100 Jahre aufm Buckel haben. Die Tatsache, daß die heutigen Europäer, welche sicherlich mehr, öfter und mit weniger Schuldgefühlen Sex haben als alle Generationen vor ihnen seit SAnkt Bonifatius, in keinster Weise eine sinkende Krebsrate gegenüber ihren keuscheren Vätern und Müttern aufweisen, reicht aus, um diese Idee auf den Müllhaufen der Geschichte zu befördern.
    Fazit: Fritz Zorn hat nicht sein ganzes Leben falsch gemacht, aber das Coping mit seinem Krebs hätte er gar nicht falscher anfangen können, und schuld an diesen Fehlern war, daß er den falschen “Fachleuten” geglaubt hat. Das tat er, weil sie in dieselbe Kerbe hieben, in die er als Pessimist reinzuhauen gewohnt war. Vorsicht, Krebspatient! Wenn Sie dazu neigen, Krankheit als Folge von Fehlern in der Lebensführung zu sehen, werden Sie massenhaft Leute finden, die Sie darin bestätigen – und Sie mit einer Fülle von GE- und Verboten zure angeblichen Verbesserung Ihres Lebens zusätzlich belasten. Solcher Stress verlängert das Leben gewöhnlich in keinster Weise. Egal ob Sie sich für Chemo oder alternative Therapie entscheiden – bevorzugen Sie Fachleute, die Ihnen raten, so wenig TAbus und Totems als möglich zu beachten und so viel als möglich dem eignen Bauchgefühl zu folgen, in Sachen GEsundheit und allgemein. Nehmen Sie den Krebs als Freibrief, mit Ihrem Restleben genau das anzufangen, was Sie immer schon wollten, sich aber nicht getraut haben, und in Lagen die Meinung frei zu sagen, in denen Sie sonst gekuscht haben. DAS ist der wahre, heilende “Mars” für das Leben Kranker. Selbst-”Vivisektion” aber, wie Fritz Zorn seinen Umgang mit sich wörtlich nannte, führt ins Grab! Egal wie “spirituell” und “heilig” sie ist. Heilig können Sie sein,wenn Sie tot sind. Jetzt auf Erden – seien Sie lieber einfach nur Mensch, und lernen Sie konstruktive Skepsis!

  87. Sabine
    21. Juli 2010 um 14:28

    Ich habe meine Mutter und meine kleine Schwester bis zum Sterben begleitet- sie haben ausgeatmet und dann nicht mehr eingeatmet . seitdem übe ich das Ausatmen.

  88. Sunny
    22. August 2010 um 17:04

    Je schöner und voller die Erinnerungen,
    desto schwerer die Trennung.
    Aber die Dankbarkeit verwandelt
    die Qual der Erinnerung
    in eine stille Freude.
    Man trägt das vergangene Schöne
    nicht mehr wie ein Stachel,
    sondern wie ein kostbares Geschenk
    in sich.“

    Dietrich Bonhoeffer

    Mein aufrichtiges Beileid gilt den nahen Angehörigen und du lieber Christoph, sei gesegnet und ” Aufwiedersehen “.

    Herzlichst Sunny

  89. Irene Gattiker
    27. August 2010 um 15:39

    Lieber CS,
    Es macht mich traurig und sprachlos — Es geht immer zu schnell!
    Vielleicht sind nicht alle deine Träume geträumt, aber doch viele, an die wir uns gerne erinnern!

    Liebe Aino Laberenz
    ihnen und den Angehörigen, FreundInnen wünsche ich viel Zuversicht in dieser schweren Zeit…

    herzlich Irene

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Dr. Schlingensief liefert in der neuen Rubrik seine neuesten und dringlichsten Gedanken zu Krebs, Angst und zum Patientendasein. Er berichtet aus der eigenen Krankenakte, erzählt was ihm geholfen, was ihm weniger geholfen hat und sucht dabei nach der Autonomie des Patienten. Schauen Sie rein, kommentieren Sie und wenn Sie anderer oder doch der gleichen Meinung sind, starten Sie Ihren eigenen Dialog!

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