Guten Abend,
es gibt medizinische Erkenntnisse darüber, dass Chemotherapie weniger schädliche Nebenwirkungen hat, wenn sie zeitlich begrenzt wird, z.B. statt 6 Monate nur 3 Monate. Da die Pharmaindustrie hieran nicht interessiert ist (das würde weniger Geld einbringen), investiert sich kein Geld für (von Medizinern dringend geforderten) Studien zur Begrenzung der Anwendungsdauer.
Die Gesundheitsministerin sieht keine Notwendigkeit, die in Deutschland herrschende Gesetzeslage zu ändern – in Deutschland erhält (anders als in Italien) die Forschung keine Gelder vom Staat. Die erforderlichen Millionenbeträge müssten von privaten Investoren oder aber der Pharmaindustrie selbst zur Verfügung gestellt werden. Letzteres ist aussichtslos, ersteres fraglich.
Politisches Handeln wäre also nötig, um hier die Versorgung der Patienten entscheidend zu verbessern!
Im folgenden die Internetadresse zum Video (Kontraste 29.05.09), in welchem auch ein an Darmkrebs Erkrankter über seine Erfahrungen berichtet.
http://mediathek.daserste.de/daserste/s ... to=1&show=
Inhalt: Patienten in Gefahr - Keine unabhängigen Pharmastudien in Deutschland
In Deutschland gilt der Grundsatz: Forschung über die Anwendung von Arzneimitteln ist allein Sache der Pharmahersteller. Für unabhängige Studien gibt es kein Geld. Deshalb bleiben wichtige Fragen etwa zur Dosierung oder zur Dauer der Einnahme von Medikamenten ungeklärt. Hauptsache, der Umsatz der Pharma-Firmen stimmt. Leidtragende sind auch die Patienten.
